Sandra Schablas und Laora
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"Zwitterpferd", "gemeingefährlich", "Alphastute", "hengstisch", "geht auf die anderen Pferde los", "sollte an den Beinen zusammengebunden am Boden liegen - die anderen Pferde sollten Heu von diesem Gaul fressen, damit sie sich endlich unterordnet" - mit diesen Worten lernte ich "Laora" - eine damals 1 1/2 jährige zierliche Warmblutstute kennen. Ihr Blick - auf Grund vieler Misshandlungen ängstlich und leer, dennoch war in einigen Augenblicken Neugier zu erkennen. Ihr Verhalten - kopfscheu, panisch, immer unter Anspannung, dennoch konnte sie für einige Sekunden Ruhe und Nähe zulassen. Ich konnte vom ersten Augenblick an eine gewisse Verbundenheit spüren, es zog mich immer öfter in die Nähe der jungen Stute, die als Einzige am Stallhalfter angebunden im Laufstall die Nacht oder ihre "Strafen" verbringen musste.
"Wir schenken sie dir! Mach was du willst mit ihr, wir hätten sie sonst halt zum Schlachter geführt!" war eines Tages um Weihnachten die Aussage der damaligen Besitzer, die sie zu 4. beim Ausschneiden der Hufe "niederhalten" mussten. Welch Freude sie empfunden haben mussten, als der Hufschmied kam und ich alleine mit ihr "fertig werden musste". Aber welch Wunder - sie hob die Hufe wie ein Lamm, das Ausschneiden war blitzschnell erledigt!
Ich verbrachte extrem viel Zeit mit ihr, war stundenlang nur an der Hand im Gelände unterwegs. Die einfachsten Gehorsamsübungen brauchten sehr lange, um zu greifen, da ich in dieser HInsicht völlig unerfahren war und sie nur Druck und Gewalt kennengelernt hatte. Und Hilfe von den Besitzern konnte ich keine erwarten - ganz im Gegenteil - mittlerweile erkannten sie, dass ich immer besser mit ihr zurecht kam, und legten mir daher auch noch Steine in den Weg.
Als sie erfuhren, dass ich nun mit meinem Studium fertig war, endlich Geld verdiente und mir einen Wechsel in einen anderen Stall leisten konnte, hatten sie mir verboten, den Stall mit meinem Pferd zu verlassen. Aus Trotz musste Laora daran glauben - sie wurde Tag und Nacht fernab der Herde draußen gelassen, nicht getränkt und kaum gefüttert. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion holten wir das abgemagerte Pferd ab und brachten Laora in einen anderen Stall.
Heute ist "das Pferd meines Lebens" beinahe 9 Jahre alt, lebt in einem Offenstall, ist "Tantchen" für unsere 3 Jungpferde, Liebling aller Kinder und aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken!
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Super Geschichte !!! Und
Super Geschichte !!! Und super schönes Pferd <3