Doping:: Trainingskontrolle
Hallo,
kann mir jemand den Ablauf einer Trainingskontrolle schildern? Wer hat damit Erfahrung?
lg
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Hallo,
kann mir jemand den Ablauf einer Trainingskontrolle schildern? Wer hat damit Erfahrung?
lg
Mein Informationsstand dazu
ich persönlich habe noch keine Trainingskontrolle absolviert, habe mir aber einmal von einem Betroffenen grob den Ablauf schildern lassen. Sehr lustig für den Athleten ist die Angelegenheit nicht.
Trainingskontrollen erfolgen in der Regel unangekündigt, die Auswahl ist entweder rein zufällig, meist aber besteht irgendein Verdacht – noch häufiger bekommt die zuständige Stelle einen Tipp (durchaus auch von Konkurrenten, wie ich gehört habe). Die Trainingskontrolle muss auch nicht wirklich beim Training erfolgen – kann auch in einem rein privaten Umfeld gemacht werden.
Die Kontrolle erfolgt entweder durch Abgabe einer Urin- oder einer Blutprobe (Blut nur durch qualifiziertes Personal, sprich Arzt). Das Prozedere ist offenbar ziemlich schräg – die Kontrollperson ist nämlich verpflichtet, mit dem Athleten ins WC zu gehen und die Abgabe des Urins tatsächlich mitzuverfolgen, damit nicht geschwindelt werden kann (kleiner Trost: die Kontrollperson muss immer gleichen Geschlechts sein wie der zu überprüfende Athlet). Gepinkelt wird in einen Plastikbecher (sofern Du das wirklich so genau wissen wolltest), dann teilt man die Menge auf zwei Fläschen (A- und B-Probe) auf, die danach von der Kontrollperson versiegelt werden. Über all das wird natürlich ein ganz genaues Protokoll geführt (was, wann, wo etc.), das am Ende von der Kontrollperson, dem Athleten und evtl. einer Begleitperson unterschrieben wird. Alles ein ziemliches Tamtam – aber geht wohl nicht anders. Blutabnahmen folgen im wesentlichen dem gleichen Schema, werden nur halt von einem Arzt durchgeführt.
Hoffe, das hilft weiter – jedenfalls vorsichtig sein beim Dopen...
hallo, vielen dank für die
hallo,
vielen dank für die antwort. und ja, woraus die behälter in die uriniert werden bestehen, interessiert mich :-) diesbezüglich hätte ich noch eine frage. sind die fläschchen (a und b probe) auch aus plastik?
bzgl der blutabnahme: kommt der arzt alleine oder in begleitung mit einem kontrolleur?
weißt du zufällig wie die kontrolle bei pferden abläuft? blutabnahme? urin?
dankeschön
Du willst es aber ganz genau wissen....
Hey, wegen Dir krieg ich noch einen zweifelhaften Ruf, weil jetzt alle glauben, ich kenn mich so gut mit Doping aus...
Wie auch immer – hab mich nochmal ein wenig schlau gemacht und das dürfte so ablaufen:
– Menschliche Athleten pinkeln in einen sterilen Plastikbecher, Pferde in eine Art Container, ebenfalls aus Kunststoff. Da gibt es Markierungen zum Messen der Urinmenge, denn eine gültige Urinprobe muss eine bestimmte Mindestmenge aufweisen. Dann wird beim Urin noch vom Kontrolleur festgestellt, ob die Probe überhaupt für eine Laboranalyse tauglich ist (u. a. muss der Urin eine bestimmte Dichte aufweisen, sonst kann man nichts Gescheites messen). Wenn das passt, werden zwei Glasfläschen (A- und B-Probe) mit dem Urin aufgefüllt, wieder in einem bestimmten Mengenverhältnis – habe gehört, ein Drittel für die B-Probe, zwei Drittel für die A-Probe. Die Glasfläschen haben einen speziellen metallischen Verschluss, der hörbar einrastet, die Glasflasche lässt sich dann nicht mehr ohne Beschädigung öffnen und gilt somit als versiegelt.
– Auch beim Pferd gibt es grundsätzlich Urin- oder Blutproben. Eine Urinprobe beim Pferd ist natürlich schwierig – hab von einem Fall gehört, dass man nach 20 oder 30 Minuten vergeblichen Wartens schließlich doch eine Blutprobe genommen hat (man hat sogar mit ein paar Mätzchen versucht, das Pferd zum Urinieren zu bringen, hat aber nicht funktioniert). Aber angeblich nimmt man mittlerweile eher gleich Blut ab, weils schneller geht. Das muss aber dann jedenfalls ein Tierarzt machen – eine Blutprobe bei Menschen darf in Österreich sowieso nur ein Arzt machen. Oft sind aber die Dopingkontrolleure zugleich Arzt oder Tierarzt – so spart man natürlich Personal. Wenn ein Kontrolleur keines von beiden ist, braucht er natürlich eine entsprechende Begleitperson (Arzt oder Tierarzt).
Hoffe, dass das alles einigermaßen stimmt – im Zweifelsfall einfach mal bei der NADA nachfragen, die haben sicher eine Art Pressestelle oder ähnliches.
ganz großes dankeschön :-)
ganz großes dankeschön :-)