Fohlenbrennen noch zeitgemäß??
In Zeit des obligatorschen Chips, ist ja da Fohlenbrennen, da ja ohne Schmerzauschaltung erfolgt, eigentlich nur mehr Tierquälerei. Was meint Ihr?
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In Zeit des obligatorschen Chips, ist ja da Fohlenbrennen, da ja ohne Schmerzauschaltung erfolgt, eigentlich nur mehr Tierquälerei. Was meint Ihr?
Tierquälerei ist übertrieben
Wie man‘s nimmt – den Ausdruck Tierquälerei finde ich persönlich übertrieben. War schon bei vielen Fohlenbrennen dabei – es ist für das Pferd zweifellos ein kurzer Schmerz, aber auch das Setzen eines Chips ist eine ziemliche Prozedur und auch nicht ganz ohne für das Fohlen. Letztlich geht es doch eher um ein Geschäft für eine bestimmte Industrie (irgendwer stellt ja die Chips und die Lesegeräte her, der Chip muss von irgendwem gesetzt werden usw) – das ,Wohl‘ des Pferdes kratzt doch keinen Politiker. Da stören mich andere Dinge z. B. in der Ausbildung, in der Vermarktung und in der Haltung viel, viel mehr – da kümmert sich aber niemand wirklich drum.
Fohlenbrennen
Brennen + chipen, denke beides aber ist überflüssig. Die Wunde beim Brennen heilt ja nur unter Narbenbildung. Aber da gibt es ja auch noch andere Themen: Ferkelkastation oder Enthornen bei den Rindern usw.
Fohlenbrennen
Schreibst, dass Du schon bei vielen Fohlenbrennen dabei warst - aber sicherlich nicht als Fohlen..... doch Tierquälerei, wie das Enthornen der Rinder und das Ferkelkastrieren.
Also irgendwie...
...MUSS gekennzeichnet werden.
Und in mein Pferd kommt mir ganz bestimmt kein Microchip.
Kein Mensch weiss was der langfristig im Pferd anrichten kann. Egal ob er "wandert" oder "strahlt" oder was immer.
Das Brennen tut einmal weh und danach hat sich´s erledigt. Ganz esotherisch angehauchte Leute können die Narben auch noch "entstören" lassen wenn´s ihnen danach besser geht...
Ich war bei zwei meiner Pferde beim Brennen dabei und das Erlebnis war nicht so traumatisch dass es sie in ihrem weiteren Leben psychisch beeinträchtigt hätte. Das Altere der beiden ist jetzt fast 20 und lebt gut mit seiner nicht entstörten Brandnarbe.
Weit schlimmer finde ich Menschen die ihre Pferde mit dauerhaften Schmerzen leben lassen - Stichwort "Gnadenbrot" - oder gar noch weiter reiten, weil "wir gehen ja eh nur ins Gelände bummeln", anstatt bei Zeiten dem Ganzen ein gnädiges Ende zu setzen....
Just my 2 cents...
Kennzeichnen
muss sein, dass ist gar keine Frage. Sie dient dem Pferd als Schutz als auch dem Eigentümer. Da sind schon genug Dinge vorgekommen, wie Pferde von der Weide gestohlen und irgendwo als Reitpferd wieder aufgetaucht, z.T. mit verstümmelten Brandzeichen, oder schlimmeres.
Ich bin allerdings auch der Meinung, dass eine Kennzeichnung reichen sollte. Allerdings ist der historische Hintergrund der Brandzeichen möglicherweise nicht unwichtig. Mir fallen da speziell die Trakehner ein, ein Trakhi ohne Brandzeichen ist für mich schwer vorstellbar. Genauso wie die Noriker oder Haflinger.
Brennen ja – aber mit Betäubung
...das sage nicht ich, sondern der durchaus bekannte Tierarzt Dr. Peter Cronau, der sich mit der Materie sehr ausführlich beschäftigt hat. Das Schmerzempfinden des Pferdes ist sehr ähnlich zu dem des Menschen – und welcher Mensch würde sich gerne ein Brandzeichen auf den Schenkel brennen lassen? Beim Brennen fügt man dem Pferd natürlich Schmerzen zu – und wenn man schon auf das Brandzeichen besteht (wofür es ja durchaus gute Gründe geben mag) – dann doch bitte zumindest unter einer örtlichen Betäubung. Was spricht denn dagegen? Dass das ein paar Euro mehr kostet? Das muss es dem Besitzer doch wohl wert sein!
Mensch und Tier
Nun ja, ich kritisiere immer wieder Menschen die sich mit Tieren vergleichen.
Zwischen Pferd und Mensch gibt es massive Unterschiede.
Betäubung? Eine Betäubung ist für das Pferd ansträngender als der Brand, zumal man ja weiß wie sehr sich ein Pferd stresst wenn es sediert wird!!!! Vorsicht, denn eine Sedierung kann einen erheblichen Schaden am funktionellen Organsystem nehmen.
Da die Pferde viel mehr Gewicht haben als wir Menschen, ist die Dosis der Sedierung auch höher - eine örtliche Betäubung von uns Menschen ist also gar nicht vergleichbar....mit der Betäubung eines Pferdes.
Geld? Wenn man viele Pferde züchtet - muss man auf jeden € schauen und sich sehr wohl darüber Gedanken machen - ist der Chip oder eine Betäubung für den Brand, wirklich rentabel oder notwendig.
Überlege dir noch mal, was du deinem Pferd wirklich antun möchtest.
Liebe Grüße.
vom Chippen halte ich nix...
da der meiner Meinung nach auch keine sichere Kennzeichnung ist. Ist ja auch nur ein Speichermedium und kann wahrscheinlich mit einem Magneten unleserlich gemacht werden.... Außerdem ist Chippen für ein Pferd sicher nicht viel angenehmer als Brennen. Das Brandzeichen verheilt - aber der Chip bleibt ein Fremdkörper.
Grundsätzlich gibt es nur
Grundsätzlich gibt es nur eine Art der sicheren Identifizierung - die Genotypisierung mittels DNA-Analyse (Untersuchung der Haarwurzeln auf die individuelle Geninformation). Doch den Genotyp sieht man nicht. Durch das Vorhandensein eines Brandzeichens sieht man auf den ersten Blick, dass es sich um ein gezüchtetes Pferd handelt und darauf lege ich als Züchter nun mal Wert. Nicht in Abrede stellen möchte ich , dass das Brennen mit Schmerzen verbunden ist, von bleibenden Schäden ist mir nichts bekannt. Ob der Chip nun so viel schmerzloser und auf Dauer gesehen, unproblematischer ist, bleibt abzuwarten.
Fohlenbrand? JA NATÜRLICH
Ich bin generell gegen das chippen! Man muss sich stets vor Augen halten - das auch illegal gechippt werden kann - nix ist leichter als das. Egal um welches Tier es sich dabei handelt.
Zum Thema Tierschutz:
Tierschützer haben oft keine adäquate und keine aussagekräftige Antwort parat - wenn es um das Wohl der Tiere geht.
Der Brand ist ein Verfahren das es schon seit jahrtausenden von Jahren gibt und kein Fohlen der Welt ist daran gestorben. Der Brand geht so schnell von Statten - das es für die Tiere kaum belastend ist.
Gut ist, das der Brand am Schenkel jetzt auch die Nummer beinhaltet, so bleibt der separate Nummernbrand am Hals aus. Das ist ja schon mal ein großer Fortschritt für den Tierschutz und weniger Aufwand fürs Pferd.
Fohlenbrand
Es bleibt aber immer ein traumatisches Erlebnis für das Fohlen unsd hat sich eigentlich überlebt!!!