„Fiakersterben per Verordnung“ – Wiens Fiaker begehren auf
In der ORF-Sendung ,Bürgeranwalt' haben Fiakervertreter ihren Unmut über die jüngsten gesetzlichen Änderungen bekundet: Vor allem Kleinbetriebe mit nur einem Gespann seien in ihrer Existenz gefährdet – während die Großen bevorzugt werden.
Die Sendung ,Bürgeranwalt' von Peter Resetarits widmete sich am vergangenen Samstag (24. März) einer Wiener Institution, die in den letzten Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geriet, selten jedoch in positivem Zusammenhang: die Fiaker. Wiens Fiaker bangen um ihre wirtschaftliche Existenz. Grund ist eine seit Jahresbeginn geltende Änderung im Fiakergesetz, die den Tierschutz besser verankern und die Vergabe der 58 Stellplätze in der Innenstadt fairer regeln soll. Dazu wurden grüne und rote Karten an die Fuhrwerksunternehmen verschickt, die das Fahren nur noch an geraden bzw. ungeraden Tagen erlauben – was die Verdienstmöglichkeiten für Betriebe mit nur einem Gespann deutlich einschränkt. Zusätzlich müssen Bankgarantien von 25.000 Euro pro Gespann nachgewiesen werden – alles Maßnahmen, die zahlreiche Fiakerunternehmen an den Rand des wirtschaftlichen Ruins treiben, so deren Vorwürfe.
In der Sendung ,Bürgeranwalt' haben drei Wiener Fiaker ihrem Unmut über die jüngsten gesetzlichen Änderungen Luft gemacht – sie fühlen sich von der Politik unfair behandelt und in ihrer Existenz bedroht. In der Studiodiskussion zeigte Volksanwältin Terezija Stoisits Verständnis für die Argumente der Fiaker – während Mag. Leo Bubak von der MA 65, zuständig für rechtliche Verkehrsangelegenheten im Wiener Rathaus, sowie KR Reinhard Fischer, Spartenobmann für Transport und Verkehr der Wiener Wirtschaftskammer, keinen Änderungsbedarf an der neuen Gesetzesnovelle erkennen mochten. Auch den Vorwurf, dass man die großen Fuhrwerksunternehmen mit mehreren Gespannen zu Lasten der kleinen bevorzugen würde, wiesen sie zurück.
Den gesamten Beitrag kann man sich hier ansehen.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben

News