„Wunderschimmel“ Cornet Obolensky vor Comeback
Der elfjährige Schimmelhengst hat nach seiner langen Verletzungspause wieder erste Sprünge absolviert – Reiter Marco Kutscher hofft, ihn bald wieder auf Turnieren vorstellen zu können.
Cornet Obolensky, der 11jährige Schimmelhengst v. Clinton, hatte sich beim Weltcup-Turnier in Zürich Ende Jänner dieses Jahres eine Fissur am Hufbein zugezogen und war daraufhin für mehrere Monate ausgefallen. Zuletzt hatte Cornet Obolenskys Genesung jedoch deutliche Fortschritte gemacht – der Hengst konnte wieder im Schritt geritten werden, und mittlerweile hat er auch schon die ersten Sprünge gemacht. „Es sieht alles sehr gut aus“, wird Marco Kutscher auf der niederländischen Website www.horses.nl zitiert. Der Springreiter hofft, schon in Kürze wieder mit Cornet Obolensky in den Turniersport zurückkehren zu können.
Erfolge in Zucht und Sport
Cornet Obolensky – Sieger in zahlreichen Großen Preisen und Nationenpreisen – ist nicht nur eines der erfolgreichsten Springpferde der letzten Jahre, sondern auch einer der gefragtesten Vererber der deutschen Pferdezucht, und dies trotz der stattlichen Decktaxe von 2.000,– Euro: Der 2001 in Münster-Handorf gekörte Clinton-Sproß kann mittlerweile auf 50 gekörte Söhne verweisen. Beim Bundeschampionat 2009 stellte Cornet Obolensky das größte Kontingent an Nachkommen bei den 5- und 6-jährigen Springpferden – nicht weniger als neun schafften es ins Finale.
Die Misere von Hongkong
Für negative Schlagzeilen hatte ein Vorfall bei den olympischen Springbewerben in Hongkong 2008 gesorgt: Cornet Obolensky hatte nach dem ersten Nationenpreis-Umlauf eine nicht angemeldete Injektion mit Arnika und Lactanase erhalten. Reiter Marco Kutscher war dafür von der FEI zu einer Geldstrafe von 10.000,– SFr verurteilt und nachträglich disqualifiziert worden. Eine Sperre wurde jedoch nicht ausgesprochen. Der Fall Kutscher hatte innerhalb der Deutschen FN zu heftigen Turbulenzen geführt.
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