Austrian Futurity übertrifft erneut alle Erwartungen

Ina Hadj-Abdou und Robert Janeschitz teilten sich den Champion-Titel in der Non Pro. Foto: Christian Kellner

Die Austrian Futurity und Derby 2011 übertraf nochmals alle Erwartungen. Über 40 Prozent mehr Nennungen als im Vorjahr verzeichnete dieses Mega Turnier, das insgesamt $ 143.501.86 Preisgeld ausschüttete. Damit war die Austrian Futurity wieder eine der höchstdotierten Futuritys Europas. Bei herrlichstem Spätsommerwetter trafen sich Europas beste Reiner zu den Futurity und Derby Klassen sowie der NRHA Ancillary Show.

Fast eine ¼ Million Zugriffe auf dieses Turnier gab es auf der ARHA Website. Fach-Websites und Fachmagazine weltweit ‚coverten‘ wieder die Austrian Futurity, darunter auch die NRHA USA. Großer Beliebtheit erfreute sich wieder die tägliche Turnierzeitung THE SCORE, die in deutsch und englisch tagesaktuell von der Show berichtete.
 
Das Showteam rund um Showmanager Helmut Schulz und Gerda Langer leistete fünf Tage Schwerstarbeit, was es den Teilnehmern sehr leicht machte und eine wirklich einzigartige Wohlfühlatmosphäre schaffte. „Ich freue mich sehr, dass die Austrian Futurity ein solcher Erfolg ist und so gut angenommen wird“, so Helmut Schulz zufrieden. „Noch nie haben sich bei einem Turnier so viele Teilnehmer bei uns allen bedankt und gefragt, ob sie wiederkommen dürfen. Das ist schon etwas Besonderes und belohnt einen für all die Monate Arbeit.“ „Ein tolles Event“, brachte es Bernard Fonck auf den Punkt, der in Wiener Neustadt die $ 800.000 Marke bei seinen Gewinnen übersprang. „Super organisiert und vom Zeitpunkt her ideal gelegen.“

Bernard Fonck verteidigt Titel in Open Futurity
Mit einem grandiosen Finalritt verteidigte der Belgier Bernard Fonck seinen Futurity Champion Titel Open in Wiener Neustadt: Mit Lil Ruf Lancer kämpfte er sich an die Spitze eines herausragenden Starterfeldes. Lil Ruf Lancer ist ein Sohn von Lil Ruf Cody aus einer Docs Royal Lancer-Stute. Der Fuchshengst wurde von Elmar Bayer in der Oberpfalz gezüchtet und ist im Besitz von Niels Langhammer, dessen Frau Susa Sauer (den die  meisten vor allem als NRHA Richterin kennen) eigentlich ein Pferd für sich gesucht hatte. Bernard Fonck bildete den Hengst komplett aus. „ Lil Ruf Lancer ist ein hervorragendes Pferd, aber ich hätte nicht gedacht, dass wir auf Anhieb so weit kommen. Er fühlte sich schon in den Paid Warm ups ganz toll an. Im Vorlauf habe ich ihn ganz vorsichtig geshowt, und wir bekamen eine 220. Im Finale habe ich ihn ein bisschen mehr gefordert, und er ging sofort darauf ein. Er hat einen unglaublichen Mind!“ 225 vergaben die Richter für den Durchgang der beiden im Finale. Das bedeutete den zweiten Futurity Champion Titel Open in Folge für Bernard Fonck und $ 10.003,72 Preisgeld für Lil Ruf Lancer.
Reserve Champion wurde Cody Sapergia mit Blue Collar Tag (223,5), einem Wallach von Whiz N Tag Chex aus der Kachina Oak Olena im Besitz von Bevilacqua Soc. Agr. ARL. $ 6.199,49 gab es für den zweiten Platz. Den dritten Platz teilten sich mit nur einem halben Zähler Abstand Emanuel Ernst (GER) auf Whizasunnysailor BB (Bes. Rüdiger Diedenhofen) und Cody Sapergia (CAN) mit Whiz Pop Gun (Bes. Fabrizio Bevilacqua) – beide 223.

Intermediate Open Champion: Emanuel Ernst und Whizasunnysailor BB
Damit stand auch der Int. Open Champion fest: Emanuel Ernst (GER) und Whizasunnysailor BB. Der Fuchshengst ist ein Sohn von Topsail Whiz aus der Walla Walla Sunshine, der aus der Zucht der Eifel Gold Ranch stammt. Mit ihm führte Emanuel Ernst bereits den Vorlauf an und kassierte $ 4.083,53 für den Sieg. Reserve Champion wurde Dennis Schulz mit JP Surely Red Dry (Bes. Jacpoint Quarter Horses)  - der Score: 218,5. Das bedeutete ein Preisgeld in Höhe von $ 2.776,80. Dennis schaffte es zudem, Fabiorima (Bes. Saad-el-Din Hadj-Abdou) auch noch auf Platz 3 zu reiten (Score 218). Mit ihm wurde er am Vortag Limited Open Futurity Champion.

Limited Open Futurity Champion Titel bleibt in Österreich
Auch der Limited Open Futurity Champion 2011 kommt aus europäischer Zucht: Mit einer 216 gewann Fabiorima das Finale mit Dennis Schulz im Sattel und damit $ 2.571,09 Preisgeld. Fabiorima ist ein sehr schöner 3-jähriger Palominohengst von Jac O Rima aus der Linda Glo Glory, der von Helmut Schulz gezüchtet wurde und im Besitz von Saad El Din Hadj-Abdou ist. Fabiorima lag nach dem Vorlauf auf Platz 10 und konnte sich im Finale noch einmal steigern. „Ich freue mich so sehr“, strahlte Helmut Schulz nach dem Sieg. „Es ist schon etwas ganz Besonderes, denn ich war bei Fabiorimas Geburt dabei, beim Anreiten, habe seine ganze Entwicklung miterlebt. Er ist ein sehr starkes Pferd und könnte ein echter Nachfolger seines Vaters Jac O Rima werden – von den Manövern wie vom Charakter her.“

Der Reserve Champion Titel und $ 1.748,34 gingen nach Italien: Custom Sabra Of Sun, geritten von Christian Perez. Der Hengst von Custom Crome aus der  Be Aech Sabra, der im Besitz von Franco Rosso ist, lag bereits im Vorlauf auf dem zweiten Platz und führte auch lange Zeit mit einer 215,5 das Finale an. Dritter wurde Markus Schöpfer (ITA) auf Elvis Bo Sun (Bes. Az Agr La Peschiera Q.H.) mit einer 215.

Manuel Bonzano (ITA) und The Ninja Kid gewinnen Non Pro Futurity
Austrian Futurity Champion 2011 in der Non Pro wurde Manuel Bonzano. Der Piemonteser, der mit Toosexy For Ricochet und The Ninja Kid bereits im Go round die Führung übernahm, setzte sich mit The Ninja Kid im Finale klar an die Spitze des 12-köpfigen Feldes und sicherte sich ein Preisgeld von $ 3.130,72. Mit einer 219 gewann der Wallach von Ricochet Rooster aus einer Jacs Little Pine-Tochter, der von Manuel Bonzano gezüchtet wurde, das Finale. Es war ein neuer züchterischer wie reiterlicher Erfolg für Manuel Bonzano, der seit vielen Jahren zu den besten Non Pros Italiens zählt. Aus seiner Zucht stammt u.a. auch The Great Sunburst, mit dem Bernard Fonck derzeit die Weltrangliste anführt.

Der Reserve Champion Titel und $ 2.152,37 Preisgeld gingen an Richard Hagl (GER) mit Starbucks Oak. Der Hengst ist ein Sohn von Easter Starbuck, jenem hervorragenden, leider viel zu früh durch einen Unfall verstorbenen Hengst, mit dem Richard Hagl so viele Erfolge erzielte und u.a. lange Zeit die AQHA Weltrangliste anführte. Die beiden scorten eine 215, verwiesen damit Manuel Bonzano mit Toosexy for Ricochet auf den dritten Platz (213,5) in der Non Pro und sicherten sich zudem auch den Reserve Champion Titel in der Limited Non Pro und damit weitere $ 1.336,76.

Ives Leflot und Donna ARC Escapes BB entscheiden Limited Non Pro für sich
Limited Futurity Champion Non Pro wurde der Belgier Yves Leflot auf Donna ARC Escapes BB (Don Quixote Escapes x Arcy Cutter King B) mit einer 215,5, einem Pferd aus der Zucht der Eifelgold Ranch. $ 1.782,35 gab es für diesen Sieg. Zweiter wurde Richard Hagl, Platz 3 in dieser Division ging an die Österreicherin Ulrike Krüger mit Hang Ten Creek. 

Tom Van Eyck und  Smart CP Schow Girl werden Austrian Derby Champion Open und Int. Open 2011
Mit Turnier High Score 225,5 holte sich der Belgier Tom Van Eyck mit Smart CP Schow Girl den Austrian Derby Champion Titel 2011 und das Preisgeld in Höhe von $ 5.162,86. Die 4-jährige in den USA gezüchtete Stute von Da Chic Jays aus der Dun It Chowchilla, die im Besitz von Paul Verhulst ist, war erst wenige Tage zuvor FEQHA European Champion SBH Reining Open. Im Go round lagen die beiden mit einer 211 auf einem komfortablen achten Platz und ließen im Finale dann alle hinter sich. Selbst der Vorlaufsbeste Hollys Electricspark (Bes. Priscilla Jacquard) musste sich unter Rudi Kronsteiner mit Platz 2 begnügen (224), was immerhin $ 4.099,92 einbrachte. Hollys Electricspark ist ein Sohn von Jacs Electric Spark aus der Dun It N Continental, der in den USA gezüchtet wurde. Unter Jonathan Gauthier war er  NRHA Limited Open Futurity Champion und SERHA Futurity Champion Open.

Tom Van Eyck und seine Stute führten damit zugleich auch in der Intermediate Open Wertung. Reserve Champion wurde hier Grischa Ludwig mit Pinefootworks Cash (Bes. Melanie Schneider). Die beiden waren mit einer 222.5 Dritte in der Open und verwiesen in der Intermediate Open Emanuel Ernst und Golden Mac Pride auf Platz 3. 

Emanuel Ernst und Golden Mac Pride gewinnen Ltd. Open Derby
Für Emanuel Ernst war dieses Turnier ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere. Nach seinen Sieg in der Intermediate Open Futurity gewann er auch noch das Limited Open Derby, diesmal mit Golden Mac Pride. Mit einer 214,5 hatten die beiden schon den Vorlauf angeführt, im Finale wuchsen sie dann über sich hinaus. Mit einer 222,5 entschieden sie mit 9,5 Zählern Abstand das Limited Open Derby für sich und das Preisgeld von $ 1.070,02. Der Sohn von Golden Mc Jac aus der Pepper Judit Pride war unter seiner Besitzerin Ramona Hammer bereits NRHA European Futurity Finalist. Den Reserve Champion Titel teilten sich zwei Reiter: Michael Saupe  (GER) mit Frideenitenhollywood (Bes. Peter Strey) und Cira Baeck (BEL) mit ND Spook N Whiz – beide 213. 

Österreichische Co-Champions im Derby Non Pro:  Ina Hadj-Abdou und Robert Janeschitz
Das Finale im Non Pro Derby (4-jährig) endete mit einem Tie auf Platz 1 zwischen zwei hervorragenden österreichischen Non Pros: Ina Hadj-Abdou auf Princess Golden Gun und Robert Janeschitz auf Ruf Gun. Beide scorten eine 213,5 und teilten sich damit den Champion Titel sowohl in der Non Pro als auch Limited Non Pro, was für jeden fast $ 4.400 Preisgeld ergab. Dritte wurde in beiden Divisions Melanie Stark (GER) auf Joesy San (211).

Die 19-jährige Ina Hadj-Abdou war mit Princess Golden Gun (Gunner x Wowsanic) bereits im Go round auf Platz 1 und steigerte sich im Finale noch einmal. Auch Robert Janeschitz und Ruf  Gun, ein 4-jähriger Hengst von Sailin Ruf aus der Young Guns Starlet, hatten bereits im Go Round auf Platz 4 gelegen und bewiesen im Finale erneut ihre Klasse.

Vorlaufsbester Nu Chexomatic und Tina Künstner-Mantl hatten Pech und konnten nicht an ihre tolle Leistung vom Go round anküpfen.Am Ende blieb es bei Platz 5 in der Non Pro.

Erneuter Erfolg für Dennis Schulz: mit Smart Rattle Snake gewinnt er Open Bronze Trophy, Claudio Risso die Non Pro

Die NRHA Lawson Bronze Trophy Open und Non Pro bildete das Highlight der Ancillary Show. In der Open erzielte Dennis Schulz (AUT) seinen zweiten ganz großen ERfolg dieses Turniers, als er die Bronze Trophy mit Smart Rattle Snake (Bes. Saad El Din Hadj-Abdou) gewann. Mit einer 224 verwies er Rudi Kronsteiner auf Shine On Ruf (Bes. Ingrid Vermeiren) und Cody Sapergia mit Star Spangled Whiz auf Platz 2 (jeweils 223,5). Mit dem Hengst, der als der erfolgreichste Sohn von Smartin gilt, ist Dennis Schulz seit Jahren ganz vorn dabei.  Unter anderem war  er zweifacher Futurity Champion und NRHA European Reserve Champion Int. Open.

Die Non Pro Trophy sicherte sich der derzeitige NRHA Weltranglistenerste Claudio Risso (ITA) mit seinem Spat A Blue – der Score: 216. Francesca Sternberg und Slidin Like A Yankee wurden Zweite (214), gefolgt von Gerald Sandmayr (AUT) und Sail In Fashion (213). Spat A Blue ist ein Sohn von Spat Olena aus einer Surprise Enterprise-Tochter, der letztes Jahr bei den WEG in Kentucky Bronze in der Mannschaft holte. In diesem Jahr gewann Claudio mit ihm zwei Mal die Non Pro Trophy in Polen sowie die Bronze Trophy Non Pro auf der European Futurity.


Walk of Fame um vier Neuaufnahmen erweitert
Helmut Schulz setzte im Rahmen der Austrian Futurity auch seinen Walk of Fame fort. Ganz im Stil Good Old Hollywood verewigten sich vier weitere Futurity Champions im Western Training Center HD Schulz: Gennaro Lendi, Emanuel Ernst, Gerald Freitag und Emiliano Perez. Mittlerweile sind es nun 17 Champions, die einen Ehrenplatz neben der Hauptarena erhalten haben.

Ramona Billing

Pferdplus Probeheft
Ich möchte kostenlos und unverbindlich ein Pferdplus Probeheft bestellen.