Buck – das Portrait des ,Pferdeflüsteres‘ Buck Brannaman


Die Dokumentation „Buck“ über den berühmten Pferdetrainer Buck Brannaman eilt bei Festivals von Erfolg zu Erfolg und wurde von zahlreichen Kritikern mit Lob überschüttet. Nun gibt es den Film auch als DVD.

Seit einigen Monaten läuft die Dokumentation „Buck“  in den US-Kinos und ist dort ein Überraschungserfolg. Ein gutes Dutzend Preise hat der Film bei Festivals in der ganzen Welt mittlerweile eingeheimst – darunter so berühmte wie den US Documentary Competition Audience Award beim Sundance Festival 2011.  Zweifellos ist Regisseurin Cindy Meehl mit ihrer Doku über das Leben und die Arbeit des Pferdetrainers Buck Brannaman ein großer Wurf gelungen. Die wahre Attraktion des Films ist aber natürlich die Hauptperson selbst, der legendäre Horseman Buck Brannaman, dessen Leben und dessen Arbeit in „Buck“ gezeigt wird.

Der in Montana und Idaho aufgewachsene Buck Brannaman durchlebte eine schwere Kindheit unter seinem gewalttätigen Vater. Er wollte immer Cowboy werden und beherrschte schon als kleines Kind erstaunliche Tricks mit dem Lasso, die ihm sogar Auftritte in TV-Werbespots einbrachten. Mit zwölf Jahren begann er mit Pferden zu arbeiten und erzählte später darüber: „Pferde haben mich gebissen, getreten, abgeworfen und mich überrannt. Ich habe jedes physische Mittel eingesetzt, um das Pferd davon abzuhalten, mich umzubringen. Irgendwann habe ich erkannt, dass es für mich viel einfacher sein könnte, wenn ich lernen könnte, warum ein Pferd das tut, was es tut.“ Er übertrug seine eigenen traumatischen Kindheitserlebnisse von Gewalt und Misshandlung auf seine Arbeit mit Pferden: „Mißhandelte Pferde sind wie mißhandelte Kinder. Sie vertrauen niemandem und erwarten immer das schlimmste. Aber man kann ihnen mit Geduld, behutsamer Führung, Mitgefühl und Beständigkeit helfen, ihre Vergangenheit zu überwinden.“

Lange Jahre war Buck Brannaman Schüler des legendären Pferdetrainers Ray Hunt und wurde auch vom großartigen Horseman Tom Dorrance inspiriert. Brannaman wurde gemeinsam mit seinen Vorbildern zu einem der wichtigsten Vertreter des ,Natural horsemanship‘ weltweit. Brannaman war auch die wahre Vorlage für den Roman von Nicholas Evans ,The Horse Whisperer‘, der später mit Robert Redford verfilmt wurde und bei dem Brannaman auch als Pferdetrainer und Berater mitwirkte.

Heute ist Buck Brannaman neun Monate im Jahr in den USA unterwegs und gibt in seinen Clinics sein Wissen an interessierte – und oftmals überforderte – Pferdebesitzer weiter. Auch diese Arbeit und die Begegnung mit Pferdebesitzern, die mit ihren Pferden einfach nicht zurechtkommen, zeigt die Dokumentation auf eindrucksvolle Weise. Wie Brannaman selbst zugibt, ist er eher ein Menschen- als ein Pferdetherapeut: „Ich helfe oft nicht Menschen mit einem Pferdeproblem – sondern meist Pferden mit einem Menschenproblem.“

Ein Kinostart von ,Buck‘ ist leider nicht in Sicht – seit kurzem gibt es aber immerhin die DVD zum Film, die man bei Amazon in den USA bestellen kann: Hier der Link.

Weitere Infos zum Film gibt es hier.

Und hier ein kurzer Ausschnitt aus der preisgekrönten Dokumentation ,Buck‘:

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