Causa Prunthaller – Staatsanwaltschaft Ried i. I. stellt Ermittlungen wegen Tierquälerei ein

Das Verfahren wegen des Verdachts der Tierquälerei gegen Ulrike Prunthaller wurde eingestellt. Foto: Archiv

Wende in der Causa Prunthaller: Die Staatsanwaltschaft Ried i. Innkreis hat das Verfahren wegen Tierquälerei gegen die Bartlgut-Mitarbeiterin Ulrike Prunthaller am 20. Dezember 2011 eingestellt.

Die Einstellung erfolgte „im Zweifel“, wie Dr. Alois Ebner, Leiter der Medienstelle und Erster Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Ried i. Innkreis, gegenüber Pferdplus erklärte. Insbesondere die Aussagen des behandelnden Tierarztes hätten die Beschuldigte entlastet, so Mag. Ebner weiter – der Veterinär hatte bei seinen regelmäßigen Untersuchungen der angeblich mißhandelten Pferde nie irgendwelche Spuren von Verletzungen oder Mißhandlungen (Wunden, Stiche etc.) entdeckt. Auch bei der Verabreichung von Injektionen hätten die Pferde keinerlei abnormale Reaktionen gezeigt – was ansonsten bei mißhandelten Pferde jedoch häufig der Fall sei. Auch das Verfahren wegen Tierquälerei gegen den Mitbeschuldigten wurde eingestellt.

Der Fall von Ulrike Prunthaller hat in den letzten Monaten erhebliches mediales Aufsehen erregt – ihr und  einem mitangeklagten Trainer waren u. a. tierquälerische Trainingspraktiken vorgeworfen worden (siehe auch unseren Bericht dazu). Anfang November war Prunthaller deshalb zu einer vorläufigen Turniersperre von drei Monaten verurteilt worden. Eine Beschwerde gegen diese Maßnahme wurde eingelegt.

Lt. Dr. Ebner haben sich jedoch im ebenfalls eingeleiteten Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung gegen den Mitbeschuldigten die Verdachtsmomente erhärtet – es wurde daher am 19. Dezember 2011 Strafantrag beim Bezirksgericht Ried i.. Innkreis wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung erstattet.

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