CDI Fritzens: Britischer Doppelsieg im Grand Prix – Gmoser auf Platz vier

Carl Hester wurde mit seinem großartigen Hengst Uthopia Zweiter im Grand Prix. Foto: Maximilian Schreiner

Im Grand Prix des CDI4* Fritzens am Schindlhof in Tirol (24.–26. Juni) sah Carl Hester mit dem grandiosen Hengst Uthopia bereits als sicherer Sieger aus – ehe ihn Charlotte Dujardin mit Valegro noch übertrumpfen konnte. Ein grandioser Peter Gmoser holte mit Cointreau Platz vier.

Dass es bei den Dressur-Europameisterschaften Mitte August in Rotterdam in erster Linie auf einen Zweikampf um Gold zwischen Großbritannien und Deutschland hinausläuft, bestätigte sich auch beim CDI4* Fritzens in Tirol, dem 16. Manfred Swarovski Gedächtnisturnier. Carl Hester sah mit dem elastisch und mit großartigem Bewegungspotential gehenden Hengst Uthopia mit 75,319 Prozent bereits als sicherer Sieger im Grand Prix der Special-Tour aus, als seine Landsfrau Charlotte Dujardin mit Valegro sein Ergebnis mit 77,979 Prozent noch einmal toppte. Während Hester, für dessen zehnjährigen, auch für die Zucht eingesetzten KWPN-Hengst es erst der fünfte Grand Prix überhaupt war, noch einige Fehler wie in den Zweierwechseln oder beim Übergang vom Galopp in den versammelten Trab unterliefen, hatte Dujardin eine völlig fehlerfreie Vorstellung abgeliefert. Für die Reiterin und den neunjährigen, ebenfalls in den Niederlanden gezogenen Wallach ist es die erste Grand-Prix-Saison überhaupt. Das Paar hatte im Februar seinen allerersten Grand Prix bestritten und besitzt, bis auf einem noch ausbaufähigen Starken Schritt keinerlei Schwächen, selbiges gilt auch für Hesters Uthopia.

Charlotte Dujardin holte sich mit Valegro den Sieg im Grand Prix. Foto: Maximilian SchreinerPlatz drei (71,681) sicherten sich der deutsche Dressurausbilder Wolfram Wittig, der fast zehn Jahre lang bis zu diesem Februar Isabell Werth trainierte, mit dem auch erst neunjährigen Breitling-Nachkommen Bertoli W, zu dessen Höhepunkten die Piaffe-Passage-Tour und die Serien-Galoppwechseln zählten. Bestes österreichisches Paar wurden die 14. der letztjährigen WM, Peter Gmoser und Cointreau auf Platz vier (70,043). Das Paar hatte schon eine Neun bei seinem Einritt und der Grußaufstellung gesammelt und viele Achten sollten für seine Piaffen und seine Piaffe-Passage- Übergänge folgen.

Während die Mannschafts-Vize-Weltmeister Laura Bechtolsheimer und  Carl Hester als auch die Senkrechtstarterin Charlotte Dujardin für die britische Mannschaft für die EM gesetzt sind, kämpfen mehrere britische Reiter noch um den vierten Mannschaftsplatz, zu ihnen zählt auch der im Grand Prix fünftplatzierte Emile Faurie mit Elmegardens Marquie (69,66), der ebenfalls starke Momente in der Piaffe-Passge-Tour zeigte, wenn auch nicht alle Piaffen auf gleich hohem Niveau gelangen.

Peter Gmoser wurde mit Cointreau grandioser Vierter. Foto: Maximilian SchreinerEinen hervorragenden neunten Platz (67,66) mit ebenfalls sehr schönen Momenten in der Piaffe-Passage-Tour belegten Andrea John und Esperanto. Großes Pech hatten Renate Voglsang und Fabriano, die mit weit über siebzig Prozent in die Prüfung gestartet waren, doch dann scheute der zwölfjährige Westfalenhengst in der zweiten Piaffe. Er fing sich zwar wieder, rutschte aber unter den 31 Startern auf Rang 23 (63,766) ab.

Birgit Popp/Pferdplus

 

 

Ergebnis
Grand Prix der Grand Prix Special-Tour
1. Charlotte Dujardin (GBR) mit Valegro mit 77,979 Prozent
2. Carl Hester (GBR) mit Uthopia mit 75,319
3. Wolfram Wittig (GER) mit Bertoli W 71,681
4. Peter Gmoser (AUT) mit Cointreau 70,043
5. Emile Faurie (GBR) mit Elmegardens Marquie 69,66
6. Anna Merveldt (IRL) mit Coryolano 68,83
7. Dorothee Schneider (GER) mit Van the Man 68,511

Alle Ergebnisse gibt es auf www.schindlhof.at

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