CDI Fritzens: Enttäuschung für Isabell Werth, Siege für Ferrer-Salat und Salzgeber

Enttäuscht: Isabell Werth holte im Special nur Platz vier (Foto:  Julia Rau/Archiv)

Der Schlusstag des CDI Fritzens brachte einige Überraschungen: Mit mehreren Fehlern vergab Isabell Werth den erhofften Sieg im Special, den sich die Spanierin Beatriz Ferrer-Salat holte; in der Kür war Ulla Salzgeber nicht zu schlagen.

Eine herbe Enttäuschung musste Isabell Werth (Rheinberg) am Sonntag im Grand Prix Special erleben. Nach ihrem Sieg im Grand Prix galt sie auch für diese Prüfung als klare Favoritin, doch ihr Spitzenpferd Satchmo, der am Freitag noch den deutschen Bundestrainer Holger Schmezer in Begeisterung versetzt hatte, erlaubte sich gleich mehrere gravierende Fehler und kam am Ende nur auf Platz vier. Es siegte die spanische Bronzemedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele in Athen, Beatriz Ferrer Salat, mit ihrem höchst talentierten, neunjährigen Nachwuchspferd Delgado, für den es erst  der fünfte Grand Prix seines Lebens und der zweite internationale nach dem CDI Achleiten vor zwei Wochen war. Mit einer glanzvollen Vorstellung siegte die Katalanin mit 74,135 Prozentpunkten. Auf Platz zwei kam Anabel Balkenhol mit Dablino: Die Tochter des Mannschafts-Dressur-Olympiasiegers und ehemaligen Bundestrainers Klaus Balkenhol macht sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der deutschen WM-Mannschaft für Kentucky. Balkenhol: „Dablino ist für mich das Pferd meines Lebens. Er hat praktisch keine Schwächen.“ Dritte wurde die Olympia-Silbermedaillen-Gewinnerin von Athen, Ulla Salzgeber, deren Wakana wesentlich gehorsamer ging als noch im Grand Prix.

Voller Erfolg: Nach dem Grand Prix ging auch der Kür-Sieg an Ulla Salzgeber (Foto: Birgit Popp)Kür-Sieg für Ulla Salzgeber

Das 15. Manfred-Swarovski-Gedächtnisturnier endete am Nachmittag mit einem erneuten Sieg von Ulla Salzgeber und Herzruf’s Erbe. Die zweifache Weltcup-Finalsiegerin ließ den elfjährigen rheinischen Fuchswallach zu den Rhythmen des Musicals Les Miserables tanzen und erhielt für diese Vorstellung eine auch bei internationalen Championaten für die Spitzengruppe taugliche 79,55 Prozent. Auf Platz zwei ritt die oberösterreichische Kür-Fünfte der EM 2009, Victoria Max-Theurer mit Eichendorff (74,25) gefolgt von der Wiesbadenerin Anja Plönzke mit Le Mont d’Or (73,95). Ulla Salzgeber strahlte: „Ich bin sehr glücklich. Das war erst Herzruf’s Erbes zweite Kür. Ich freue mich sehr, dass er so gut gegangen ist.“ Ihre Meinung bezüglich der Weltreiterspiele im September in Kentucky hat die zweifache Mannschafts-Olympiasiegerin dennoch nicht geändert, „Ich habe schon Anfang des Jahres zu Bundestrainer Holger Schmezer gesagt, dass ich nicht nach Kentucky gehen werde, um Druck von mir und meinen Pferden zu nehmen, daran halte ich auch jetzt fest. Mein Ziel sind die Olympischen Spiele 2012 in London.“
Birgit Popp/Pferdplus

ErgebnisseNächstes Jahr sieht man sie wieder – die Kristall-Einhörner am Schindlhof (Foto: Birgit Popp)
Internationale Dressurprüfung Kl.S, Grand Prix Special
1. Beatriz Ferrer-Salat (Spanien) mit Delgado 74,125 Prozentpunkte
2. Anabel Balkenhol (Rosendahl) mit Dablino 73,458
3. Ulla Salzgeber (Bad Wörrishofen) mit Wakana 72,458
4. Isabell Werth (Rheinberg) mit Satchmo 71,625
5. Anna-Katharina Lüttgen (Kerpen) mit Lamborghini (70,625)
6. Anna Merveldt (Irland) mit Coryolano (69,427)

Internationale Dressurprüfung Kl. S, Grand Prix Kür zur Musik
1. Ulla Salzgeber (Bad Wörrishofen) mit Herzruf’s Erbe 79,55
2. Victoria Max-Theurer (Österreich) mit Eichendorff 74,25
3. Anja Plönzke (Wiesbaden) mit Le Mont d’Or 73,95
4. Anabel Balkenhol (Rosendahl) mit Rubins Royal 72,85
5. Valentina Truppa (Italien) mit Chablis 72,45
6. Catherine Haddad (USA) mit Winyamaro 71,55

Sämtliche Ergebnisse gibt es unter www.schindlhof.at.

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