CDI Stadl-Paura: Kür-Sieg für Victoria Max-Theurer und Eichendorff

Vier Starts, vier Siege – Victoria Max-Theurer trumpfte in Stadl-Paura groß auf (Foto: Georg Krammer)

Die Grand Prix-Musikkür war zweifellos der Höhepunkt des Drei-Sterne-CDI im Pferdezentrum Stadl-Paura, das von 21.–25. April über die Bühne ging. Den Sieg holte sich – wie bei allen ihren Starts im Rahmen des Turniers – Victoria Max-Theurer. Die abschließende Intermediaire I sicherte sich die Niederländerin Marlies van Baalen.

Die Entscheidung in der Grand Prix-Musikkür fiel recht eindeutig zugunsten der erklärten Favoritin Victoria Max-Theurer und ihres bewährten Eichendorff aus – ihr mit viel Schwung und Dynamik vorgetragener Ritt auf dem bewegungsstarken Ehrentusch-Sohn wurde vom Richterkollegium mit hervorragenden 75,98 % honoriert, was letztlich den klaren Sieg bedeutete. Platz zwei ging – wie schon im sonntäglichen Grand Prix – an die Deutsche Heike Kemmer, die ihren 16-jährigen Westfalen Feliciano v. Florestan I zu den rhythmischen Klängen der Beach Boys sehr ausdrucksvoll präsentierte und von den Richtern dafür 73,83 Prozentpunkten erhielt. Rang drei in der Kür ging an Pia Fortmüller (CAN), die mit dem holländisch gezogenen Orion v. Jazz auf 72,85 Prozentpunkten kam. Grund zum Feiern hatte der Fünftplatzierte Christian Schumach (AUT), dessen gelungene Vorstellung auf Auheim´s Picardo mit beachtlichen 70,45 Prozentpunkte bewertet wurde. Mit 66,20 Prozentpunkten wurde Katrin Wergetis (AUT) Elfte.

Grand Prix am Sonntag

Im Grand Prix am Sonntag war die Entscheidung zwar auch zugunsten von Victoria Max-Theurer ausgefallen – doch lagen die drei erstplatzierten Paare deutlich enger beisammen, nämlich innerhalb eines einzigen Prozentpunkts: Siegerin Victoria Max-Theurer kam mit Eichendorff auf 70,66 %, Heike Kemmer mit Feliciano auf immerhin 69,94 % – und auch Pia Fortmüller blieb auf Orion mit 69,77 % auf Tuchfühlung zur Spitze. Sehr zufrieden durften auch Karina Prochaska mit Dow Jones 2 (66,85 %, Rang sechs) sowie Christian Schumach auf Auheim‘s Picardo (65,40 %, Rang sieben) sein.

Auch den Grand Prix der Special-Tour – und den Special selbst – sicherte sich Victoria Max-Theurer auf ihrem immer wieder eindrucksvollen Augustin OLD, womit die Achleitnerin bei ihren vier Starts vier Siege einheimste.

Intermediaire I

Ebenfalls am Schlusstag wurde die Intermediaire I ausgetragen, in der die Niederländerin Marlies van Baalen einen österreichischen Total-Triumph verhinderte: Mit Stefan Peter, Nina Stadlinger und Christian Schumach an der Spitze sah es fast kurzzeitg sogar nach einem Dreifach-Sieg für Österreich aus – am Ende mussten sie sich jedoch hinter der Zweitplatzierten der Qualifikationsprüfung geschlagen geben. Die Olympiareiterin und diesjährige Grand Prix Siegerin von Zwolle (NED) präsentierte auf „Everything is possible“, einer zehnjährigen Stute mit Top-Genen in Blut (Ehrentanz I x Florestan I), einen traumhaften Ritt, der mit der Bestnote von 70,42 Prozentpunkten belohnt wurde. Am zweiten Rang platzierte sich Stefan Peter (AUT) auf dem erst neunjährigen Schneekoppe Dot Com (68,76 %), Dritte wurde mit 67,74 Prozentpunkten Nina Stadlinger auf dem elfjährigen Fuchswallach Quandu (67,74 %). Rang vier ging an Christian Schumach auf seinem imposanten Hengst Auheim´s Rhaposario (67,68 %). Auch der sechste Platz von Pia Gabriel und Al Pacino 44 und der siebente Rang von Sieglinde Schuster auf dem österreichischen Warmblut Ben Belluno v. Belluno zählten zu den Highlights aus österreichischer Sicht.

Hochkarätiger Nachwuchs

Auch für den Dressur-Nachwuchs bot das CDI Stadl-Paura ein reichhaltiges Prüfungs-Programm. Bei den Pony-Reitern blieben die deutschen TeilnehmerInnen unter sich – an Lena Walterscheidt und Sophie Kampmann führte in den drei ausgetragenen Prüfungen kein Weg vorbei, stets lautete das Resultat: 1. Lena Walterscheidt/Equestricons Lord Champion, 2. Sophie Kampmann/Den Ostriks Dailan.
Bei den Junioren war die Niederländerin Antoinette de Riele dominant – sie entschied sowohl die Einzelprüfung als auch die finale Kür für sich. Sehr erfreulich war das Abschneiden von Franziska Fries auf  Alassio‘s Boy, die sowohl in der Einzelprüfung  (67,37 %) als auch in der Kür (70,17 %) Platz vier belegen konnte: Chapeau!
Bei den Jungen Reitern lieferten sich Deutschland und Niederlande ein erbittertes Duell: In der Einzelprüfung gab es durch Louisa Lüttgen/Habiuts 10 und Annabel Frenzen/Cristobal 14 einen deutschen Doppelsieg – in der abschließenden Kür teilten sich die Niederländerin Angela Krooswijk/Revino 2 und Annabel Frenzen mit 72,95 % den Sieg.

Ergebnisse unter www.horse-events.at

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