CDI-W Lipica: Weltcup-Kür an Valentina Truppa, Österreicher stark
Beim Weltcup-Dressurturnier im slowenischen Lipica (CDI3*-W/CDIJ/CDIY, 26.–29. Mai 2011) holte sich die Italienerin Valentina Truppa sowohl den Sieg im Grand Prix Special als auch in der zum Weltcup zählenden Musikkür. Auch die österreichischen Dressurreiterinnen zeigten Top-Leistungen.
An der Italienerin Valentina Truppa führte beim diesjährigen Weltcup-Dressurturnier in Lipica kaum Weg vorbei – sie konnte sowohl den Grand Prix Special als auch die Hauptprüfung des Turniers – die zur Weltcup-Qualifikation zählenden Grand Prix Musikkür – für sich entscheiden, wobei die Entscheidung in der Kür äußerst umkämpft war und denkbar knapp ausfiel: Nicht weniger als drei Reiter lagen am Ende innerhalb von 55 Hundertstel Punkten – das hatte es in Lipica lange nicht gegeben: Valentina Truppa hatte mit Chablis am Ende mit 74,600 % hauchdünn die Nase vor dem starken Polen Michal Rapcewicz, der mit seinem Randon auf 74,075 % kam und den Qualfikations-Grand Prix sogar gewonnen hatte. Beide waren von jeweils zwei Richtern auf Platz eins gewertet worden. Kräftig mitgemischt in der Entscheidung hatte aber auch Vorjahressieger Richard Davison mit Hiscox Artemis – mit seinem Score von 74,050 % lag er nur 25 Tausendstel (!) hinter Rapcewicz.
Im Grand Prix Special am Samstag war die Sache klarer – mit 71,458 % blieb Valentina Truppa mit Eremo del Castegno vor dem Schweizer Daniel Ramseier auf Ferra (70,105 %) erfolgreich. Rang drei ging an eine weitere Italienerin – Susanna Bordone auf Dark Surprise (65,937 %). Beste Österreicherin im Special war Eva-Maria Bachinger mit ihrem Routinier Palazzo (62,396 %).
Starke Leistungen zeigten die österreichischen TeilnehmerInnen – die auch dieses Jahr wieder zahlreich nach Lipica gereist waren – in der Kleinen Tour und den Nachwuchsbewerben: Bei den Junioren tat sich vor allem Lisa Maria Kerbler mit ihrer herrlichen österreichischen Warmblutstute Donna Rivera v. Rivero II hervor – sie konnte die Mannschaftsaufgabe mit 69,162 % sogar Platz eins erobern, hinzu kamen noch vierte Plätze in der Einzelaufgabe (67,211 %) und in der Musikkür (68,125 %) mit durchwegs sehenswerten Leistungen. In der Kür machte zudem Alina-Larissa Djaber-Ansari mit Donna Rubina auf sich aufmerksam – das Paar holte Platz zehn. Bei den Young Ridern sorgte Nicole Osterwald mit Colani-Sing für österreichische Erfolgserlebnisse: Das im wahrsten Sinn des Wortes herausragende Paar – Colani-Sing bringt es immerhin auf ein Stockmaß von 1,87 m – konnte in der Mannschaftsaufgabe Rang sieben, in der Einzelaufgabe Rang vier und in der Kür sogar den famosen zweiten Platz (68,225 %) hinter Siegerin Chiara Biliotti mit What's up 6 erreichen.
In der Kleinen Tour konnte Ulrike Prunthaller reihenweise Siege und Top-Platzierungen erreiten: Mit Bartlgut‘s Aktionär konnte sie den Prix St. Georges souverän vor Pia Gabriel auf Al Pacino für sich entscheiden – auch in der Inter I-Kür gab es einen Sieg für die Oberösterreicherin vom Bartlgut, Pia Gabriel kam auf Rang drei. In der Inter I kam Angela Hergeth mit Vanqueur auf Rang fünf, Ulrike Prunthaller holte mit Bartlgutæs Calaccio Rang sechs, Eva-Maria Bachinger eroberte mit Le Colour Bien Rang sieben.
Alle Ergebnisse finden Sie hier sowie unter www.lipica.org
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