CHIO Aachen: Edward Gal und Totilas neue Dressurchampions, Lamaze holt Großen Preis

Eric Lamaze siegte im Großen Preis von Aachen. (Foto: Julia Rau)


Die niederländischen Kür-Europameister und diesjährigen Weltcup-Champions Edward Gal und Totilas setzten ihren unvergleichlichen Siegeszug auch im Grand Prix Special und in der Grand Prix Kür von Aachen fort. Eric Lamaze und Hickstead gewinnen den Großen Preis von Aachen.

Edward Gal und Totilas sichern sich mit ihren drei Siegen in der CDIO-Tour auch erstmals den Titel des Aachen Dressur-Champions. Platz zwei im Grand Prix, im Special und in der Kür ging ebenso überzeugend an ihre Team-Kollegen der EM-Gold-Mannschaft Adelinde Cornelissen und Parzival, die eine sehr lockere, ansprechende Kür-Vorstellung ablieferten (85,607 Prozent). Einen neuen Punkterekord wie am Tag zuvor im Special mit 86,458 Prozent gab es für das Dream Team Edward Gal und Totilas in der Kür nicht. Zwar war der Rapphengst in Superform, aber wie sein Reiter später sagte, „Ich wollte zuviel, da ist er mir im Starken Trab auf der Mittellinie angaloppiert. Aber noch mal wird mir das nicht passieren. In der letzten Piaffe kam noch eine  kleine Unsicherheit hinzu, aber generell bin ich hochzufrieden mit unseren Leistungen hier. Wir sind zwar die Favoriten für Kentucky, aber reiten müssen wir dort auch erstmal und wie schnell Fehler passieren können, haben wir heute gesehen.“

Groß war die Freude bei Victoria Max-Theurer über Rang sechs (Foto: Julia Rau)Vici auf Platz sechs
Platz drei in der Kür ging an die ebenfalls zum EM-Gold-Team im letzten Jahr gehörenden Imke Schellekens-Bartels und Sunrise (81,00). Isabell Werth präsentierte erstmals ihre neue Kürmusik, die sie mit Roberto Blanco aufgenommen hat. Eine Musik, die Spaß macht, und eine spritzige Kür, mit der sie mit 80,786 Prozent auf Platz vier ritt. Victoria Max-Theurer, die ihren Augustin OLD am Vortag im Special in überragender Form präsentiert hatte und dort Fünfte mit 74,458 Prozent geworden war, büßte in der Kür zwar einen Platz ein, zeigte sich mit 78,5 Prozent aber ebenfalls auf absolut hohem Niveau. Fünfte wurde die im Special drittplatzierte Britin Laura Bechtolsheimer mit Mistral Hojris (80,50). Mit Eichendorff hatte die Oberösterreicherin am Samstagabend Platz drei in der CDI-Kür belegt. Den Nationenpreis der Dressurreiter, der erstmals in der Addition von Grand Prix und Special entschieden wurde, siegte das niederländische Team vor Deutschland und Großbritannien.

 

Eine Klasse für sich: Edward Gal und Totilas wurden Aachener Dressur-Champions (Foto: Julia Rau)Unrühmliche Richterleistungen

Trotz der hervorragenden Leistungen und vielen guten Bilder, die im Dressurstadion nicht nur von den Topreitern sondern auch von weniger bekannten Paaren gezeigt wurde, war die Stimmung durchaus etwas getrübt. Grund: die oft unzulänglichen Leistungen des Richterteams, so wurden z.B. Imke Schellekens-Bartels im Special für die erste Piaffe eine Vier, eine Fünf, eine Sechs, eine Sieben und eine Acht erteilt. Da stellt sich die Frage, auf welcher Basis die Wertnoten eigentlich vergeben werden.

 

 

 

Großer Preis an Eric Lamaze

Der Große Preis endete in einem vierköpfigen Stechen mit dem Sieg der Olympiasieger Eric Lamaze und Hickstead. Für das Paar aus Kanada, die den Stechparcours fehlerfrei in 51,62 Sekunden absolvierten, ist es der erste Sieg in einem Großen Preis von Aachen. Platz zwei (0/51,86) ging an den Schweizer Pius Schizer mit Carlina vor dem Spanier Sergio Alvarez Moya (0/57,55) mit Action-Breaker vor  Meredith Michaels-Beerbaum und Shutterfly, dem im Stechen etwas die Kraft verließ und die zwei Abwürfe hatten.

Andrew Nicholson holte sich den Sieg in der Vielseitigkeits-Einzelwertung (Foto: Julia Rau)Fahren & Vielseitigkeit

Bei den Fahrern ging der Sieg in der Kombinierten Wertung an den Vorjahressieger Boyd Exell aus Australien vor dem Niederländer Ijsbrand Chardon und dem Deutschen Christoph Sandmann. Den Nationenpreis der Vierspänner-Fahrer gewannen die Niederlande vor Deutschland und der Schweiz.

In der Vielseitigkeit  ging der Sieg im Nationenpreis zum vierten Mal in Folge an Deutschland (Michael Jung, Ingrid Klimke, Andreas Dibowski, Dirk Schrade). Platz zwei holte Schweden, gefolgt von Großbritannien. In der Einzelwertung hatte der Neuseeländer Andrew Nicholson/Nereo die Nase vorn, gefolgt von den Deutschen Andreas Dibowski/Euroridings Butts Leon, Michael Jung/Leopin und Dirk Schrade/Gadget de la Cere auf den weiteren Plätzen.

Birgit Popp/Pferdplus

 

Ergebnisse unter www.chio-aachen.de

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