CSI Maria Wörth: Finnische Festspiele & österreichische Höhenflüge
Vom 24.-27. Juni fanden in Maria Wörth/Reifnitz zum fünften Mal die Internationalen Pferdesporttage (CSI3*) statt. Der Sieg im Großen Preis ging an die Finnin Nina Fagerström, die Anfang Mai bereits den Grand Prix in Lamprechtshausen für sich entschieden hatte. Die Mächtigkeit entschied Thomas Metzger für sich.
Zu diesem traditionellen Turnier der Kategorie CSI3* reisten nicht nur internationale Top-Reiter aus insgesamt 19 Nationen an, sondern es war auch die heimische Elite vertreten: Die Siegerin des letztwöchigen Casino-GP in Ebreichsdorf, Iris Murray, ihr Stallkollege Wolfgang Ötschmaier, Titelverteidiger Dieter Köfler, Anton Martin Bauer und Gerfried Puck. Sie alle waren im finalen RBB Grand Prix (1,55 Meter) am Sonntag mit dabei, um der starken internationalen Konkurrenz Paroli zu bieten. Zehn der insgesamt 40 TeilnehmerInnen zogen in die Entscheidung ein, in dem es lange nach einem Sieg von Katharina Offel (UKR) und La Bomba aussah. Die Ukrainische Top-Amazone pilotierte ihre zehnjährige in Bayern gezogene Stute souverän, makellos und äußerst schnell (0/39.72) über die Hindernisse. Bis zum Ende hielt die Zeit jedoch nicht, denn man durfte die Rechnung nicht ohne die fliegende Finnin Nina Fagerström machen. Die GP-Siegerin des CSI3* in Lamprechtshausen sattelte ihr Paradepferd Talent, einen zehnjährigen Holländerwallach (von Mermus), und setzte in ihrer Runde alles auf eine Karte. Mit Risikobereitschaft und dem nötigen Quentchen Glück holte sich die Finnin, die zuvor schon das Eröffnungsspringen und das TPA-Horwarth Silver Tour Finale gewinnen konnte, den dritten Sieg an diesem Wochenende.
Aus österreichischer Sicht lief es weniger gut: Nur Wolfgang Ötschmaier
zog mit einer Nullrunde auf Royal King of Darkness ins Stechen ein,
hatte aber eine Verweigerung und einen Abwurf und wurde am Ende Neunter.
Gerfried Puck und Anton Martin Bauer verpassten nur knapp den Einzug in
die Entscheidung, da sie im Grundparcours einen Abwurf hatten.
Höhenflieger Thomas Metzger
Das zweite Highlight des Turniers fand am Samstagabend statt – nämlich die zweite Etappe der High Fly Tour. Sieben wagemutige Höhenflieger nahmen die mächtige Mauer in Angriff. Das vierte und entscheidenende Stechen über sagenhafte 2,10 Meter konnte nur ein Paar fehlerfrei überwinden: Thomas Metzger und sein Mächtigkeits-Spezialist Quasis November Spirit. Das Salzburger Duo kürte sich somit zum verdiensten Siegerpaar. Maximilian Schmid, Matthias Raisch und Matt Williams hatten einen Abwurf über 2,10 Meter und reihten sich somit ex aequo auf dem zweiten Rang ein.
Mag. Theresa Deisl/Pferdplus
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