CSI Ranshofen: Großer Preis an Helena Lundbäck
Kein heimischer Sieg am Schlusstag des CSI2* CSIIYH1* Ranshofen (19.–22. August). Silver Tour Finale ging an den Deutschen Uli Coole.
In überlegener Manier sicherte sich die schwedische Top-Amazone Helena Lundbäck das sportliche Highlight des CSI Ranshofen – das "Gold Tour Championat von Ranshofen der Stadtgemeinde Braunau & dem Land OÖ". Dabei musste die 34jährige Schwedin das entscheidende Stechen als erste Reiterin in Angriff nehmen – ein strategischer Nachteil, der jedoch für die Team-Vize-Weltmeisterin von Jerez 2002 nicht ins Gewicht fallen sollte: Souverän, schnell und sicher flog sie mit ihrer Stute Madig v. Cortez über die Hindernisse und sorgte schließlich mit 47,51 Sekunden für eine Bestmarke, an der alle weiteren Starter scheitern sollten. Am nächsten kam ihr noch die Schweizerin Julie Ineichen, die als letzte Starterin des Stechens noch einmal alles versuchte und mit der fehlerfreien Zeit von 51,20 Sekunden noch Rang zwei erobern konnte. Dritter wurde Werner Muff/Quax 22 (4/48,71 Sek.) vor Tobias Bachl/Acasino B (4/53,47 Sek.). Positiv aus österreichischer Sicht: Der in OÖ lebende Heinz-Jörg Wächter holte auf dem österreichischen Warmblut Cassandro 57 Rang fünf (8/52,16 Sek.).
Weltranglistenpunkte gingen auch noch an den Salzburger Christian Juza auf Never des Etisses (Platz 13), Rudolf Michael Fries (NÖ) platzierte sich mit seinem Oldenburgerwallach "Calvaro II" auf Rang 14., Andreas Kottner mit Zalido" auf Platz 16.
Das zweite Highlight am Sonntag, das Strabag Silver Tour Finale sicherte sich der Deutsche Uli Coole auf Lortinus vor der Schweizerin Emilie Stampfli/Nikita du Lot und dem Niederländer Jürgen Stenfert/BMC Vayom.
Krimi am Freitag
Einen Hundertstel-Krimi lieferten sich die TeilnehmerInnen im freitägigen Grand Prix von Ranshofen. Zwölf der 54 ReiterInnen qualifizierten sich für das Stechen, von denen sieben wiederum auch in der Entscheidung ohne Fehler blieben. Ganz knapp sicherte sich Jürgen Stenfert (NED) den Sieg. In 39,03 Sekunden beendete er mit seinem elfjährigen Holländerwallach Saffier den 1,45 Meter hohen Stechparcours. Andreas Krieg (GER) hatte lediglich 10 Hundertstel Rückstand und sicherte sich somit Platz zwei. Dritte wurde Julie Ineichen (SUI), die mit ihrer Paradestute Cold as Ice Z in 40,32 Sekunden über die Ziellinie brauste. Für eine kleine Überraschung sorgte das beste rot-weiß-rote Ergebnis: Die erfolgreiche Junioren-EM-Teilnehmerin Laura Lehner blieb sowohl im Grundparcours als auch im anschließenden Stechen ohne Fehler und wurde Siebente.
Mag. Theresa Deisl
Ausführliche Infos zum Turnier gibt es unter www.reitsportnews.at sowie unter www.pferdenews.eu, Ergebnisse sind unter www.horse-events.at zu finden.
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