CSIO Linz-Ebelsberg: Deutschland siegt im Nationenpreis

Das siegreiche deutsche Nationenpreis-Team (Foto: Mag. Theresa Deisl)

Mit einer fulminanten Aufholjagd in Runde zwei sicherte sich Deutschland holte sich den Sieg im Nationenpreis beim CSIO in Linz-Ebelsberg. Platz zwei ging an Belgien, gefolgt von Italien und Brasilien. Österreich kam auf den achten Endrang.
 
Mit dem Traumergebnis von null Fehlerpunkten waren die Mannschaften aus Ukraine und Belgien in die zweite Runde des Nationenpreises eingezogen – und dies trotz des von Parcoursdesigner Franz Madl selektiv und mit vielen technischen Tücken gebauten Kurses. Dahinter reihten sich Brasilien und Schweiz mit vier Fehlerpunkten ein, Frankreich folgte mit fünf Strafpunkten. Spanien, Italien und Deutschland qualifizierten sich mit jeweils acht Fehlerpunkten für die entscheidende zweite Runde. Mit insgesamt 16 Fehlerpunkten beendete das rot-weiß-rote Teams Stefan Eder, Christian Fries, Christian Schranz und Julia Kayser ihren ersten Umlauf und schafften wie schon im schon im letzten Jahr Dank der Klausel, dass das Gastgeberland nicht mehr als acht Fehlerpunkte haben darf als die auf Rang acht gereihte Mannschaft, auch den Einzug in Runde zwei.

Dieser entscheidende Umlauf war an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten: Ukraine verabschiedete sich mit 24 Fehlerpunkten von der Spitze und rutschten ex aequo mit der Schweiz am sechsten Rang. Frankreich verteidigte seinen Platz und wurde Fünfter (22 FP). Brasilien und Italien teilten sich mit jeweils 20 Strafpunkten den dritten Rang. Einen nervenzerreißenden Schlagabtausch am Siegespodest gab es zwischen dem führenden Team aus Belgien und der jungen Garde aus Deutschland: Die Jungspunde David Will (23 Jahre), Jahn Sprehe (26 Jahre) und Jörg Oppermann (24 Jahre) schlossen mit 13 Gesamtfehlerpunkten beide Runden des Nationenpreises ab.

Belgien zählte bis zum Schlussreiter Pieter Devos acht Strafpunkte und konnte sich somit einen Abwurf leisten, um noch an der Spitze zu bleiben. In der Mitte des Parcours bekam der Belgier seinen ersten Abwurf bei der zweifachen Oxer-Steil-Kombination und die Zuschauer, Anhänger der Teams und die aktiven Reiter blickten erwartungsvoll auf die zweite Hälfte des Parcours und ausgerechnet bei der Schlusslinie kam der zweite Fehler und die Chancen auf den Sieg waren verflogen. Somit sicherte sich Deutschland mit seiner jungen Truppe, die übrigens komplettiert wurde mit dem 51-jährigen Routinier Jürgen Kraus, den Sieg im Nationenpreis. Rang zwei ging mit drei Punkten Rückstand an Belgien. Für Österreich starteten in Runde zwei Stefan Eder, Christian Schranz und Julia Kayser – sie mussten in der zweiten Runde 16 weitere Fehlerpunkte auf ihr Konto und rangierten punktegleich mit Spanien am achten Endrang.
Mag. Theresa Deisl/Pferdplus
 
CSIO4* Nationenpreis
1.Deutschland– 13 Fehlerpunkte
2.Belgien – 16 Fehlerpunkte
3.Italien / Brasilien – 20 Fehlerpunkte
 8.Österreich (Julia Kayser mit „Valdato“, Stefan Eder mit „Chilli van Dijk“, Christian Schranz mit „Lualdi“, Christian Fries mit „Lanco“) – 32 Fehlerpunkte
 

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