Das Wunder von McBride – heldenhafte Pferderettung wird verfilmt
Die Bewohner eines kleinen kanadischen Dorfes wurden weltberühmt, als sie im Dezember 2008 durch eine unglaubliche Rettungsaktion zwei im Schnee eingeschlossene Pferde vor dem sicheren Tod retteten. Nun wird die berührende Geschichte verfilmt.
Es war eine Geschichte, die um die Welt ging und die mit einem Mal ein kleines kanadisches Dorf mit gerade einmal 1.000 Einwohnern bekannt und berühmt gemacht hat. Das Dorf in Robson Valley in British Columbia heißt McBride – und ihre Bewohner sind auch die Helden des Films „Die Pferde von McBride“, der als Koproduktion des kanadischen TV-Senders CTV und der Fa. Whizbang Films gedreht wird.
Der Film erzählt die unglaubliche Geschichte, die zu Weihnachten 2008 die ganze Welt in Atem hielt und staunen ließ: Mitte Dezember dieses Jahres entdeckten zwei Snowmobil-Fahrer auf einer Tour zufällig zwei Pferde – die drei Jahre alte Stute Belle und den 14 Jahre alten Wallach Sundance – am Mount Renshaw, die von Schneemassen eingeschlossen waren und dem sicheren Tod entgegensahen. Die nächste Straße war über 30 Meilen entfernt – die Lage für die zwei hungernden Pferde in ihrer tödlichen Falle schien aussichtslos. Doch die Bewohner des nahegelegenen Dorfes McBride – die von den eingeschlossenen Pferden erfuhren – weigerten sich, dem Sterben der hilflosen Tiere einfach tatenlos zuzusehen. Freiwillige, die sich mit bloßen Schaufeln daranmachten, einen Weg zu den beiden Pferden zu graben. 12 Tage dauerte es, bis sie den 1 km langen Graben zu den Pferden freigelegt hatten – bei Temperaturen von minus 30 Grad und bei Schneehöhen von bis zu 2 m. Am 23. Dezember 2008 erreichte die Gruppe die beiden Pferde, die dem Hungertod nahe waren, versorgten sie und konnten sie schließlich an Pflegeställe weitergeben, wo es ihnen noch heute gut geht.
Die Rettungsaktion der Bewohner von McBride war in ganz Kanada Tagesgespräch – und die Tierschutzorganisation SPCA von British Columbia verlieh dem Helfern im Jahr darauf den ,Kevin Anderson Award of Heroism', eine Tapferkeitsmedaille für eine tatsächlich einzigartige und ganz besondere Leistung. Der Besitzer von Belle und Sundance, der Anwalt Frank McKay, wurde wegen Vernachlässigung und Tierquälerei zu einer hohen Geldstrafe und einem zweijährigen Haltungsverbot verurteilt. Er hatte sich damit gerechtfertigt, dass er einem Bekannten einige Dinge gebracht hatte, als er m tiefen Terrain nicht mehr vorankam und die Pferde freilassen musste. Als er sie Wochen später wiederentdeckte, konnte er sie nicht mehr aus dem Schnee befreien. Später hätte er einen Unfall gehabt und konnte sich daher nicht selbst an der Rettungsaktion des Dorfes beteiligen. Diese Darstellung ließ der Richter jedoch nicht gelten – McKay hätte das Wissen, die Möglichkeiten und die Mittel gehabt, um den Pferden zu helfen – hat aber nichts getan, im Gegensatz zu den beherzten freiwilligen Rettern von McBride.
Mitte März werden die Filmarbeiten in Calgary fortgesetzt. Phil King, Programmdirektor von CTV: „Die Geschichte von McBride und den eingeschlossenen Pferden hat das ganze Land in ihren Bann gezogen – wir freuen uns sehr, mit unserem Film diese unglaubliche Story wieder zum Leben zu erwecken.“ Produzent Frank Siracusa von Whizbang Films über seine Motive, diesen Film zu machen: „Es ist eine Geschichte einer sehr entschlossenen Gemeinschaft, die sich hinter diese beiden Pferden gestellt hat – und eine ganze Nation hat tagelang wie gefesselt dieses Drama mitverfolgt, das sich unter widrigsten Bedingungen abspielte. Es ist ein Privileg, diesen Film mit einem so begabten und kreativen Team zu drehen.“
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