Doping im Fahrsport: Zwei neue Fälle in Ungarn
Pferde von zwei ungarischen Fahrern wurden beim CAI-A in Zanka positiv auf verbotene Substanzen getestet – bei einem wurde sogar Morphium nachgewiesen. Die Fahrer sind vorläufig gesperrt, das FEI-Verfahren läuft.
Betroffen von der Sperre sind die beiden ungarischen Fahrer Gábor Plaszkó mit dem Pferd Conversano Guszti sowie Csaba Kovacs mit dem Pferd Csillag. Bei Conversano Guszti wurde beim Internationalen Fahrturnier in Zanka (23.–25. Juli 2010) Morphium in der Blutprobe festgestellt, bei Csillag entdeckte man förmlich einen Doping-Cocktail mit den verbotenen Substanzen Reserpin, Acepromazin und Detomidin.
Morphium ist ein Opiat und eines der stärksten Schmerzmittel generell in der Medizin. Reserpin ist ein Psychopharmaka, das als Beruhigungsmittel eingesetzt wird, auch Detomidin ist ein in der Pferdemedizin häufig verwendetes Mittel zur Beruhigung bzw. Ruhigstellung. Acepromazin (ACP) ist ebenfalls ein Wirkstoff mit beruhigender Wirkung und war schon mehrfach in Dopingfällen (z. B. Shutterfly von Meredith Michaels-Beerbaum) als verbotene Substanz aufgetaucht.
Dopingfälle hat es auch im Fahrsport immer wieder gegeben – ob Ungarn damit ein besonderes Problem hat, sei dahingestellt. Erst im April hatte die FEI das Urteil in einem Dopingfall veröffentlicht, in dem eine ungarische Fahrsportlerin im Mittelpunkt stand: Beim Pferd Orlows-Cash der ungarischen Fahrerin Erika Szabó wurde im Mai 2009 beim CAI-A in Fábiánsebestyén ebenfalls ein ganze Ansammlung verbotener Substanzen entdeckt, darunter Vedaprofen, Dexametason, Phenylbutazon und Oxyphenbutazon – allesamt verbotene Substanzen, die im Wesentlichen entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.
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