Dressur-EM Rotterdam: Gold für Adelinde Cornelissen, Silber für Carl Hester
Adeline Cornelissen verteidigt bei der Dressur-EM in Rotterdam mit Parzival erfolgreich ihren Special-Titel des Jahres 2009, Silber und Bronze gehen an die britischen Reiter Carl Hester mit Uthopia und Laura Bechtolsheimer mit Mistral Hojris. Top-Favorit Matthias Rath wurde mit Totilas nur Vierter, Victoria Max-Theurer verfehlte mit Platz 20 die Kür-Qualifikation.
Adelinde Cornelissen und Parzival verteidigen ihren Special-Titel von der EM 2009 in Windsor (GBR) vor heimischen Publikum bei der Dressur-EM in Rotterdam erfolgreich – und das, obwohl sie sich in der Aufgabe einmal verritten hatte. „Parzival war in Topform und ich hätte es fast versaut,“ so die Siegerin. Allerdings machte dieses Missgeschick weniger als ein halbes Prozent in der Endnote aus. Ihre 82,113 Prozent sollten am Ende zu Gold reichen, denn alle nachfolgenden Toppaare machten Fehler in den Lektionen, die weitaus mehr Punkte kosten sollten.
Auch Carl Hester, der Sieger des Grand Prix, hatte mit Uthopia einen gravierenden Fehler in den Galoppwechseln von Sprung zu Sprung, der ihm in der Zehner-Skala nur Dreier und Vierer in dieser Lektion einbrachte und ihm am Ende mit 81,682 Prozent knapp den angestrebten Titel kostete. Auf Goldkurs hatte auch seine Mannschafts-Kollegin und Vize-Weltmeisterin Laura Bechtolsheimer mit Mistral Hojris zu Beginn ihrer Aufgabe gelegen, doch dann unterliefen ihr auch teure Fehler und ihre 79,256 Prozent sahen erst danach aus, als würde es keinen Platz auf dem Podium für sie geben – denn die Top-Favoriten Matthias Rath und Totilas sollten als letztes Paar im Grand Prix Special noch kommen.
Doch für den Deutschen lief es von Anfang an nicht so, wie er es sich gewünscht hatte. Bereits beim Einreiten geriet er unter Druck, da schon frühzeitig zum Einreiten geläutet wurde und er einreiten musste, bevor er seine Runde ums Viereck beendet gehabt hätte. Sonst seine Paradelektion kam der erste gravierende Fehler mit einem Widerstand in der ersten Piaffe. Weitere Fehler wie beim Galoppwechsel in der Galopptraversale sollten folgen. Am Ende wurde der Goldfavorit nur undankbarer Vierter: „Ich hätte mir gewünscht, dass diese Fehler nicht gerade bei der EM passiert wären,“ so Rath, „aber morgen in der Kür ist ein neuer Tag.“
Ähnlich wie Rath war es einigen Reitern zuvor auch den österreichischen Neuntplatzierten des Grand Prix ergangen. Augustin OLD war sogar in der ersten Piaffe gestiegen – Victoria Max-Theurer brachte den Oldenburger Hengst aber wieder gut unter Kontrolle, die zweite Piaffe verlief ohne Zwischenfälle, die letzte auf der Schlusslinie war wieder gut gelungen. Teuer war auch der Fehler in den Einer-Wechseln auf der Mittellinie und im Starken Trab, einer der wichtigsten Lektionen des Specials, fehlte dem ansonsten sehr kraftvollen Hengst etwas der Ausdruck und die Energie. Schade, mit Platz 20 konnte sich Österreichs Aushängeschild nicht mehr für die Kür qualifizieren.
Birgit Popp/Pferdplus
Ergebnis Grand Prix Special
1. Adelinde Cornelissen (NED)/Jerich Parzival, 82,113
2. Carl Hester (GBR)/Uthopia, 81,682.
3. Laura Bechtolsheimer (GBR)/Mistral Hojris, 79,256.
4. Matthias Rath (GER)/Totilas, 77,039
5. Patric Kittel (SWE)/Watermill Scandic, 76,771.
6. Charlotte Dujardin (GBR)/Valegro,76,548
7. Isabell Werth (GER)/El Santo NRW, 76,533.
20. Victoria Max-Theurer (AUT)/Augustin OLD 68,899
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
ähnliche Beiträge
- Dressur-EM Rotterdam: Adelinde Cornelissen holt auch Kür-Titel, Carl Hester erneut Zweiter
- Vorschau Dressur-EM Rotterdam: Schafft Totilas den Hattrick?
- Dressur-EM Rotterdam: Gold für Großbritannien
- CDI Fritzens: Britischer Doppelsieg im Grand Prix – Gmoser auf Platz vier
- CHIO Aachen: Deutschland gewinnt Dressur-Nationenpreis, Rath & Totilas glänzen


News