Edward Gal: „Könnte mir vorstellen, mit Totilas für Deutschland zu starten“

Edward Gal brachte beim Stuttgarter Hallenturnier eine überraschende Variante ins Spiel: Er könnte ja weiter Totilas reiten – für Deutschland (Foto: Julia Rau)

Der dreifache Dressur-Weltmeister Edward Gal hat die Hoffnung, in den Sattel seines Ausnahmepferdes Totilas zurückzukehren, noch nicht aufgegeben, wie er gegenüber Pferdplus-Mitarbeiterin Birgit Popp zugab: Sollte Paul Schockemöhle ihn fragen, würde er sofort ja sagen – und eventuell sogar für Deutschland reiten.

Nachdem Paul Schockemöhle nach wie vor auf der Suche nach einem Reiter für Totilas ist, brachte Edward Gal  am Rande des Stuttgarter Hallenturniers eine völlig neue und höchst überraschende Variante ins Spiel: „Wenn Paul Schockemöhle mich fragen würde, würde ich sofort ja sagen, aber er hat mich noch nicht gefragt. Allerdings müsste man über die Konsequenzen nachdenken. Ich möchte nicht generell ausschließen, dass ich, um Totilas reiten zu können, auch für Deutschland reiten würde. Ich glaube auch, dass viele Niederländer dafür Verständnis hätten, denn Totilas ist so ein Ausnahmepferd. Ihn reiten zu können, ist eine Ausnahmesituation, die auch besondere Folgen nach sich ziehen kann. Wenn ich diesen Schritt, für Deutschland zu starten, tun würde, muss ich natürlich auch über die Zeit mit Totilas hinaus nachdenken. Aber, so lange mich Paul Schockemöhle nicht gefragt hat, werde ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen.“ Grundsätzlich ist Edward Gal gut auf die deutschen Dressursportfans zu sprechen, „Ich habe fast mehr Briefe und Emails aus Deutschland bekommen als aus den Niederlanden. Viele Deutsche haben sich fast dafür entschuldigt, dass ein Deutscher Totilas gekauft hat. Das hat mich sehr berührt.“

Über Platz drei im Grand Prix Special mit der Garbaldi-Tochter und somit Totilas-Halbschwester Sisther de Jeu hiner Isabell Werth mit El Santo NRW und Victoria Max-Theurer mit Augustin OLD ist Edward Gal besonders stolz, „Sie ist jetzt elf. Ich habe sie vor vier Jahren zum Reiten bekommen, damals galt sie als sehr schwierig. Ich bin sehr zufrieden, wie sie sich entwickelt hat und wie sie sich hier in Stuttgart gezeigt hat. Bisher ist sie in diesem Jahr nur zwei Turniere gegangen. Sie stand immer hinter Totilas zurück. Sie war die Prinzessin in meinem Stall, nun ist sie die Königin. Was ihr fehlt, ist einfach noch die Routine. Sie ist vielleicht kein zweiter Totilas, aber ich weiß, dass sie noch viel mehr kann, als sie bisher gezeigt hat.“
Birgit Popp/Pferdplus

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