EMS bei Pferden: Neue Studie in den USA geplant
Eine Wissenschaftlerin der Universität von Kentucky baut eine Studienherde auf, um das Equine Metabolische Syndrom (EMS) – eine immer häufiger diagnostizierte, doch weitgehend unerforschte Wohlstandserkrankung bei Pferden – näher zu untersuchen.
Dr. Amanda Adams von der Universität von Kentucky möchte dem mysteriösen Equinen Metabolischen Syndrom (EMS) bei Pferden auf die Spur kommen. EMS gilt als Wohlstandserkrankung, die durch Fettleibigkeit, Insulinresistenz und Reheschübe bei Pferden gekennzeichnet ist. Typische äußere Kennzeichen sind Fettpolster am Schweifansatz, Mähnenkamm, an
der Schulter, beim Euter oder Schlauch und um die Augenpartie. Betroffen sind vor allem leichtfuttrige Pferderassen und Ponys sowie Pferde mittleren Alters.
Über die tatsächliche Verbreitung von EMS bei Pferden gibt es kaum gesicherte statistische Daten – doch wer Internet-Foren, Zeitschriftenartikel und Blogs durchforstet, stößt auf eine wahre Flut von Beiträgen zu dieser mysteriösen Erkrankung, die offenkundig eine immer größere Zahl von Pferden betrifft. Was EMS so gefährlich macht ist das deutlich erhöhte Risiko einer Hufrehe, die für das Pferd äußerst schmerzhaft ist und im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen kann. Die derzeitige Behandlung von EMS-erkrankten Pferden geht dahin, die Insulinresistenz zu mildern und den entzündlichen Prozessen, die zur Entwicklung von Hufrehe führen, soweit wie möglich vorzubeugen.
Dennoch sind die Behandlungsmöglichkeiten bei EMS derzeit noch sehr beschränkt – ebenso wie das generelle Wissen um die Entstehung und die Ursachen dieser Erkrankung. Genau darin besteht auch das Ziel der Forschungsarbeiten von Dr. Amanda Adams: Sie möchte im Rahmen einer fundierten Studie verstehen, was EMS bei Pferden auslöst und wie man Pferde effektiv behandeln kann, noch ehe Hufrehe entsteht.
Der Erfolg ihrer Studie wird jedoch wesentlich davon abhängen, ob eine ausreichend große Studienherde zusammengestellt werden kann – aus diesem Grund hat Dr. Adams einen Aufruf an die Besitzer von EMS-Pferden gerichtet, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Die Pferde werden am UNI-Campus von Kentucky untergebracht und betreut.
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