FEI-Entscheidung im Dopingfall Giulia Martinengo Marquet

Giulia Martinengo Marquet hat ihre Sperre bereits abgesessen (Foto: Julia Rau)

Die italienische Springreiterin wird nach dem positiven Dopingbefund bei ihrem Pferd Loro Piana Chammartin für sechs Monate gesperrt und zu einer Geldstrafe von 10.000,– SFr verurteilt.

Die FEI veröffentlichte letzte Woche ihre Entscheidung im Dopingfall der italienischen Springreiterin Giulia Martinengo Marquet, deren Pferd Loro Piana Chammartin beim Weltcup-Springturnier in Verona (5.–8. November 2009) positiv auf die verbotene Substanz Fluphenazine getestet worden war.
Das FEI Schiedsgericht (FEI Tribunal) ist dabei weitgehend den von der Rechtsabteilung geforderten Sanktionen gefolgt: Giulia Martinengo Marquet wurde zu einer Sperre von 6 Monaten verurteilt, die aber bereits (zwischen  26. November 2009 und dem 25. Mai 2010) abgeleistet wurde. Die Reiterin wurde außerdem zu einer Geldstrafe von 10.000,– SFr sowie zu einem Beitrag an den Verfahrenskosten von weiteren 10.000,– SFr verurteilt.

Was ist Fluphenaziine?

Fluphenazine ist ein Psychopharmakon, das aus der Humanmedizin stammt und bei Pferden als Beruhigungsmittel verwendet wird. Lt. FEI ist Fluphenazine eine verbotene Substanz und steht daher auf der Dopingliste. Als Doping-Substanz ist Fluphenazine bereits mehrfach bekannt geworden: Der irische Springreiter Cian O'Connor hatte das Mittel bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen bei seinem Pferd Waterford Crystal eingesetzt und war daraufhin nachträglich disqualifiziert worden. Auch das Pferd Whisper von Dressurreiterin Isabell Werth war beim Pfingstturnier in Wiesbaden 2009 positiv auf Fluphenazine getestet worden.

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