Hendra-Virus: Drei weitere Pferde verstorben

Bereits 19 Pferde sind am Hendra-Virus verstorben. Foto: Archiv

Einer der bislang schlimmsten Ausbrüche des seltenen Hendra-Virus hat in Australien drei weiteren Pferden das Leben gekostet. Damit sind 2011 bereits 19 Pferde an der rätselhaften Viruserkrankung gestorben.

Die drei Pferde sind in der Provinz New South Wales gestorben, zwei in der Gegend um South Ballina, eines in der Gemeinde Mullumbimby. Ein erster Bluttest ergab einen positiven Hendra-Befund – weitere Labortests werden in den nächsten zwei bis vier Wochen endgültige Gewissheit bringen. Beide Betriebe, auf denen die Pferde verstarben, wurden unter Quarantäne gestellt und mit strikten Transportverboten belegt.

2011 ist für die australischen Gesundheitsbehörden ein absolutes Horrorjahr – der Ausbruch des Hendra-Virus ist so heftig wie seit vielen Jahren nicht mehr (siehe auch unseren Bericht dazu). Mit den drei toten Pferden von South Ballina und Mullumbimby sind 2011 bereits 19 Pferde ums Leben gekommen – betroffen sind die beiden Landesteile New South Wales und Queensland. In Queensland ist vor einigen Wochen sogar ein Hund am Hendra-Virus verstorben – es war die erste dokumentierte Übertragung von Pferden auf Hunde.

Das Hendra-Virus wird von Flughunden übertragen und ist auch für Menschen gefährlich – wobei der Übertragungsweg noch immer nicht restlos geklärt ist. Beim ersten Ausbruch des Virus im Jahr 1994 in der Ortschaft Hendra (daher auch der Name) kamen 14 Pferde und ein Mensch zu Tode. Insgesamt sind bislang vier Menschen am Hendra-Virus verstorben. Menschen sollten in den betroffenen Regionen daher strikte Sicherheits- und Hygiene-Maßnahmen einhalten, um einer Infektion vorzubeugen (z. B. den Kontakt mit Speichel, Nasensekret etc. des Pferdes vermeiden, nach Pferde-Kontakt gründlich die Hände reinigen usw.). Das Hendra-Virus gilt zwar nicht als hochansteckend, ist aber äußerst gefährlich – man geht von einer Sterblichkeitsrate von 70 % aus.

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