Horror-Sturm bei der Österreichische Meisterschaft VS Pony Jugend und BLMM Ponys

Gold für die Steiermark. Foto: Sportfoto Liebmann Peter jun.

Vom 27.-28. August wurde im niederösterreichischen Reichenau die Pony-Staatsmeisterschaften in der Jugendklasse sowie die Bundesländer Mannschaftsmeisterschaft der Ponys ausgetragen. Ein Turnier, welches trotz intensiver Bemühungen  der Turnierverantwortlichen Irene Dempsey von einer Katastrophe zur nächsten schlitterte.
Eine schöne Geländestrecke, ein herzlicher Empfang und zunächst auch noch ansprechende Wetterbedingungen ließen die Herzen der Ponyreiter vor ihrer Meisterschaft höher schlagen. Schon zu Beginn gab es wegen der kurzfristigen Meisterschaft- Reglementänderung von Seite des BFV ein enttäuschend kleines Starterfeld zu beklagen. Die ÖM-Pony, bislang ausgetragen in der Klasse L, kam nun in der Klasse Pony M*  in Aspang zur Austragung. Da sonst die ÖM immer in Kombination mit der der BLMM abgehalten wurde, brachte dies auch eine größere Starteranzahl mit sich. Nicht so mit dem neuen Modus - nur 3 Mannschaften (davon 2 aus der Steiermark) hatten sich in Reichenau eingefunden. Obwohl natürlich für den Veranstalter bedauerlich, war dies wohl eines der geringsten Probleme, die sich im Lauf des CCN-A ,CCNHP-A auftaten.


Wetterkapriolen mit bösen Folgen
Orkanartige Windböen und Regenfälle führten dazu, dass viele Reiter auf einen Start im Gelände verzichteten. Richtig dramatisch wurde es aber, als die ohnehin mit Gurten zusätzlich gesicherten Zeltboxen dem Unwetter nicht standhielten. Es gelang zwar gerade noch die Boxentüren zu öffnen und die Ponys  somit aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu bringen, leichte  Blessuren der Vierbeiner, beschädigte Autos und Pferdeanhänger und leider auch eine schwer verletzte Niederösterreicherin, die mit dem Hubschrauber zum nächsten Klinikum gebracht werden musste, waren die Folgen. Ein Teil des Starterfeldes verzichtet auf eine Fortsetzung des Bewerbes und machte sich auch aus Angst vor einer Überflutung des Geländes durch den nahegelegenen Bach auf den Weg in die Heimat. Die Pferde und Ponys der übrigen Starter wurden in Notboxen, welche die freiwillige Feuerwehr in der Halle aufstellte, untergebracht bzw. in umliegende Stallungen ausquartiert.


Allen Unglücks nicht genug stürzte die Niederösterreicherin Sara Wilde beim abschließenden Springen am Finaltag und kam unter ihrem Pony Miss Lissy zu liegen, welches eine Stange zwischen die Beine bekommen hatte. Ein weiterer Nottransport mit dem Rettungshubschrauber war somit erforderlich und drückte die ohnehin schon angespannte Stimmung. Der starke Auftritt  der steirischen Ponyreiter, die sich sowohl den Sieg in der  BLMM als auch Gold und Silber in der ÖM bei den Jugendlichen sicherten, war damit zur Nebensache geworden.


Gold für die Steiermark
Gerlinde Takler, Bundesreferentin für VS-Ponys und steirische Ponyreferentin in der Vielseitigkeit zeigte sich von den Ereignissen tief betroffen, konnte aber die gute Nachricht weiterleiten, dass beide verunglückten Mädchen bereits ansprechbar und auf dem Weg der Besserung sind. „Ich hätte die Veranstaltung lieber abgesagt“, so Gerlinde Takler, die mit dem Abschneiden ihrer nervenstarken Ponyreiter durchaus zufrieden sein kann.
Der Sieg in der Einzelwertung Junioren ging an die für die Steiermark reitende Tirolerin Mirjam Mayer mit Magic 9, die 2011 auch schon mit ihrem Maverick den Landesmeistertitel in der Junioren Klasse VS bei den Großpferden ergattern konnte. Silber sicherte sich eine weitere Reiterin aus dem Steirerlager - Elisabeth Egger mit Floh 9. Die Bronzemedaille ging an die Niederösterreicherin Johanna Österreicher mit Jimmy El Portos.
In der Mannschaftwertung verteidigte das Team Steiermark I mit Mirjam Mayer, Elisabeth Egger, Nadine Takler und Sonja Hye-Hyeburg erneut den Meistertitel. Silber erkämpfte die Mannschaft aus Niederösterreich mit Diane Frühwirth-Cawdron, Samuel Erich Frühwirth, Isabel Schmeets und Sara Wilde. Die dritte Mannschaft – das Team Steiermark II – fiel den unglücklichen Rahmenbedingungen zum Opfer.

Insgesamt natürlich ein trauriges Veranstaltungs-Resümee, welches durch eine Verkettung unglücklicher Umstände entstanden ist. Wir hätten unserem Ponynachwuchs ebenso ein schöneres Event gegönnt, wie den engagierten Veranstaltern. Dank gebührt zudem sicherlich dem  Einsatz von Rettungskräften und Feuerwehr, die rasch zur Stelle waren und mit ihrer professionellen Hilfe dazu beigetragen haben, den Schaden bestmöglich zu begrenzen.

Die detaillierten Ergebnisse finden sie auf www.turnier-meldestelle.com

Corinna Widi

Pferdplus Probeheft
Ich möchte kostenlos und unverbindlich ein Pferdplus Probeheft bestellen.