Japaner Taizo Sugitani kürte sich zum großen Sieger in Salzburg
Die Springbewerbe der Pappas Amadeus Horse Indoors 2011 in Salzburg endeten mit einer echten Überraschung: Der Japaner Taizo Sugitani siegte mit Avenzio im Großen Preis vor dem Deutschen Holger Wulschner und der Spanier Antonio Marinas.
Da hatten die zwölf Konkurrenten nicht schlecht gestaunt, als Taizo Sugitani mit seinem Avenzino über den Stechparcours brauste und ohne zu zaudern in exakt 44 Sekunden ins Ziel jumpte. Der 35-Jährige erwischte jede Wendung perfekt aus dem Fluss, holte auf der weiten Galoppstrecke zum vorletzten Hindernis Zeit heraus und bog kaltschnäuzig, voller Siegeseifer, zum Schlussoxer ab. Das brachte die mit fiebernde Menge zum Toben und Jubeln und löste natürlich die Spannung aus: Geht das noch schneller?
Nur der frischgebackene Grand Prix Sieger von Wien, Beat Mändli (SUI), konnte die Zeit unterbieten, kassierte jedoch einen Abwurf am dritten Stechhindernis und reihte sich mit dem schnellsten Vierer am fünften Endrang ein. Fehlerfrei, aber deutlich sicherer unterwegs waren der zweitplatzierte Holger Wulschner (GER), der zwar mit Cefalo angreifen wollte, aber nicht den optimalen Rhythmus fand (47,47 Sekunden), der auf Platz drei gereihte Spanier Antonio Marinas (50,06 Sekunden) und Max Kühner (GER), der seinem Nachwuchscrack Clintop die Chance gab, sich in einem internationalen Großen Preis zu messen, und sich mit zwei überragenden Nullrunden mehr als beweisen konnte (51,06 Sekunden).
Leider schaffte keiner der sechs für den Grand Prix qualifizierten Österreicher das Einzug ins Stechen. Mit jeweils einem Abwurf ins Ziel gekommen waren die beiden bestklassierten Hugo Simon und Iris Murray. Stefan Eder, der sich ja noch für die Olympischen Spiele 2012 qualifizieren möchte, hatte im 1,60 Meter hohen, sehr selektiv gebauten Grundparcours zwei ärgerliche Flüchtigkeitsfehler. Sowohl Gerfried Puck als auch Julia Kayser gaben im Großen Preis auf. Und besonders bitter war es für Christian Schranz, der seinen Quartz van de Nieuwmolen perfekt über die Hindernisse pilotierte, auch keinen einzigen Abwurf auf sein Konto verbuchen musste, aber eine Verweigerung an der rot-weiß-rot-gestreiften Mauer hatte und sich am Ende samt Zeitfehler insgesamt sechs Fehlerpunkte sammelten. So blieb bis zum Schluss die große Überraschung des Wochenendes, Taizo Sugitano, in Führung und konnte in Salzburg einen der größten Erfolge seiner Karriere verbuchen.
Mag. Theresa Deisl/Pferdplus
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