Kein Auftakt nach Maß für Victoria Max-Theurer

Schrecksekunde: Eichendorff stockt beim Übergang, Victoria verliert den Steigbügel (Foto: Julia Rau)

Österreichs einzige Dressur-Starterin bei den Stuttgart German Masters kam in ihrer ersten Prüfung – dem Grand Prix der Kür-Tour – mit Eichendorff über Rang neun nicht hinaus. Der Sieg ging an Isabell Werth vor Ulla Salzgeber.

Nicht mit dem erhofften Erfolg verlief der Auftakt zu den Stuttgart German Masters für Österreichs Dressurkönigin Victoria Max-Theurer im Grand Prix der Kür-Tour. Obwohl ihr Hengst Eichendorff grunsätzlich in schöne Anlehnung und mit zahlreichen Höhepunkten ging, passierte dem Paar aus Achleiten ein grober Fehler als der zwölfjährige Westfale beim Übergang von der Passage in den versammelten Galopp ins Stocken geriet und seine Reiterin den Steigbügel verlor. Mit 64,447 Prozent kam das Paar auf Platz neun, konnte sich damit aber nur unter die besten Zehn für die Kür am frühen Samstagnachmittag qualifizieren. Am Samstagmorgen wird Victoria mit ihrem Toppferd Augustin OLD im Grand Prix der Special-Tour erneut ins Geschehen eingreifen.

Sieg für Isabell Werth und Satchmo

Im Grand Prix gab es durch Isabell Werth und Satchmo, der Kür-Dritten der WM 2006, einen Favoritensieg. Mit einem fehlerfreien, ausdrucksvollen Ritt, bei dem lediglich die Piaffen hätten aktiver gezeigt werden können, gewann die fünffache Olympiasiegerin aus Rheinberg mit 75,745 Prozent vor ihrer Gold-Mannschafts-Kollegin der Olympischen Spiele 2000 in Sydney Ulla Salzgeber. Die Bad Wörishofenerin stellte ihre Zukunftshoffnung Herzruf’s Erbe vor. Der elfjährige Fuchswallach, der bereits 2009 zur deutschen EM-Equipe zählen sollte, bevor er sich beim Einreiten in das Viereck beim CHIO Aachen verletzte und für viele Monate ausfiel, zeigte sich deutlich den Grand-Prix-Lektionen gereift und gefestigt. Er wurde nur kanpp geschlagen mit 74,851 Prozent Zweiter vor Hubertus Schmidt mit Dark Diamond (72,085) und der US-Amerikanerin Catherine Haddad mit Winyamaro (68,936).

Ex-aequo-Sieg im Piaff-Förderpreis

Ein Novum gab es in der Entscheidung um das Finale des Piaff-Förderpreises der Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung. Zum elften Mal wurde das Finale des Piaff-Förderpreises in der Stuttgarter Schleyer-Halle ausgetragen und zum ersten Mal wurde es von zwei Reiterinnen gewonnen: Jenny Lang mit Loverboy und Marion Engelen mit Diego erzielten beide exakt 1633 Punkte, was 69,489 Prozent entspricht.
Birgit Popp/Pferdplus

Ergebnisse
Grand Prix de Dressage,Qualifikation für die Grand Prix Kür
1. Isabell Werth (GER) mit Satchmo –  75,745 %
2. Ulla Salzgeber  (GER) mit Herzruf’s Erbe – 74,851 %
3. Hubertus Schmidt (GER) mit Dark Diamond – 72,085 %
4. Catherine Haddad (USA) mit Winyamaro –  68,936 %
5. Nathalie zu Sayn-Wittgenstein (DEN) mit Rigoletto – 68,553 %
6. Karola Koppelmann (GER) mit Le Bo – 68,213 %

9. Victoria Max-Theurer (AUT) mit Eichendorff – 65,447

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