Legendäre Ritte: Olympischer Vielseitigkeitsbewerb, Montreal 1976
Die olympische Vielseitigkeit von Montreal 1976 war zweifellos eine der schwersten und härtesten der Geschichte: Bei widrigen Verhältnissen krönte sich der US-Amerikaner Edmund Coffin zum Olympiasieger – auch der Mannschaftsbewerb ging an die USA.
Dieses seltene Videodokument – das erst seit kurzem auch über Youtube zur Verfügung steht – gibt einen Eindruck vom enormen Schwierigkeitsgrad, der damals in einem olympischen Vielseitigkeitsbewerb zu meistern war. Der Bewerb war – wie zu jener Zeit üblich – noch im sogenannten Langformat ausgetragen, also mit Wegstrecken, Rennbahn und einer Querfeldeinstrecke – und war enorm kräfteraubend für Pferde und Reiter. Sintflutartige Regenfälle hatten das Geläuf in Bromont, einem Vorort von Montreal, noch zusätzlich erschwert. Stürze waren – wie dieses Video ebenfalls zeigt – keine Seltenheit und gingen nicht immer glimpflich aus.
Der Sieg in der Einzelwertung ging an den US-Amerikaner Edmund Coffin auf Bally-Cor, Silber eroberte sein Landsmann John Plumb auf Better&Better, Bronze an den Deutschen Karl Schultz mit Madrigal, der erst im abschließenden Springen die Chance auf Einzelgold vergab. Im Mannschaftsbewerb waren die USA nicht zu schlagen – Silber ging an Deutschland (mit Otto Ammermann, Herbert Blocker, Helmut Rethemeier und Krk Schultz), die Bronzemedaille eroberte Australien. Ohne Medaille blieb das favorisierte Team von Großbritannien, das 1968 und 1972 Teamgold gewinnen konnte und in dem auch Prinzessin Ann ritt.
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