Legendäre Ritte: Pepel und Elena Petushkova, Mannschafts-Olympiasieger 1972
Ausgerechnet bei den Olympischen Spielen 1972 in München gelang es der russischen Dressurequipe, dem großen Favoriten Deutschland vor heimischem Publikum die Show zu stehlen – und olympisches Mannschafts-Gold zu erobern. Wesentlich dafür verantwortlich waren Elena Petushkova und ihr glanzvoller Trakehnerhengst Pepel.
In Russland ist das Paar Pepel/Petushkova Legende – in anderen Ländern werden sich wohl nur Dressur-Enthusiasten an jenes Paar erinnern, das zu seiner Zeit Ritte von vollendeter Eleganz und höchster Harmonie ins Viereck zauberte: Die Russin Elena Petushkova und ihr schwarzer Trakehnerhengst Pepel lehrten in den späten 60er und frühen 70er Jahren den bis dahin übermächtigen deutschen Dressurstars das Fürchten: Mannschaftssilber bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexico, Welt- und Europameister Aachen 1971, Mannschaftsgold und Einzelsilber bei den 20. Olympischen Spielen 1972 in München, Bronze bei der EM in Kiew 1975 sind nur die herausragendsten Erfolge des Paares. Der 1956 im Gestüt Kirow geborene Piligrim-Sohn wurde in seinem Heimatland zur Ikone – und kehrte nach dem Abschied aus dem Turniersport 1977 wieder in seine Zuchtstätte zurück, um dort als Beschäler zu wirken. Der lediglich 1,63 m große und im Exterieur keineswegs makellose Trakehner lieferte nur drei Jahrgänge ab, ehe er 1981 starb – doch darunter waren zahlreiche exzellente Pferde zu finden, die den Ruhm seines Vaters in Zucht und Sport redlich mehrten und bis in die Gegenwart weitertrugen.
Auf diesem Video sind Elena Petushkova und Pepel in einigen Trainingssequenzen zu sehen – doch lassen sie die Leichtigkeit und Eleganz von Pepel deutlich erkennen. Vom legendären Olympia-Auftritt in München 1972 ist leider, soweit wir feststellen konnten (noch) kein Video verfügbar...
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