Medikationsfall Looping: Jürgen Krackow erstattet Strafanzeige
Springreiter Jürgen Krackow, gegen den derzeit ein Medikationsverfahren der FEI läuft, hat nun durch seinen Anwalt Strafanzeige erstattet: Sein Pferd Looping sei vergiftet worden – und das nicht zum ersten Mal, so Jurist Dr. Friedrich-Wilhelm Lehmann. Das FEI-Verfahren läuft indes weiter.
Pferdplus hat über den Medikationsfall des Pferdes Looping berichtet und Springreiter Jürgen Krackow dazu auch interviewt: Die beim CSIO Linz-Ebelsberg nachgewiesene Substanz Flunixin habe keinesfalls sein Mandant verabreicht, sondern unbekannte Täter. „Dies ist bereits der dritte Anschlag auf Looping und Jürgen Krackow“, so Anwalt Dr. Friedrich-Wilhelm Lehmann. Er hat nun im Auftrag des Springreiters Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Linz gestellt.
Das Flunixin-geschädigte Pferd hatte im Großen Preis von Linz die ersten vier Hindernisse gerissen und war nach der Aufgabe durch den Reiter direkt zur Dopingkontrolle aufgefordert worden. Diese Kontrolle war durch einen anonymen Hinweis veranlasst worden. Das Ergebnis der A-Probe wies dann Spuren von Flunixin auf. Bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass Looping durch vorangegangene Vergiftungen auf das Schmerzmittel Flunixin allergisch reagiert. Dies führte in Linz zu einem kompletten Leistungseinbruch. „Ich wäre der erste, der sein Pferd dopt, damit es schlechter wird“, meinte Jürgen Krackow bereits im Pferdplus-Gespräch.
Looping war – so Jürgen Krackow – in der Vergangenheit bereits zweimal Opfer von Anschlägen geworden. Bei den österreichischen Staatsmeisterschaften 2007 hatte Jürgen Krackow verdächtiges Futter in Pulverform im Trog seines Pferdes gefunden und den Vorfall der damaligen Bundestrainerin von Österreich gemeldet. Bei einem zweiten Anschlag Mitte des Jahres 2008 wurde Looping im heimischen Stall Gift in Form von Quecksilber verabreicht. Jürgen Krackow fürchtete damals um das Leben seines einzigen Spitzenpferdes. Das Pferd hat seitdem eine Unverträglichkeit auf Schmerzmittel wie Flunixin.
„Wir haben seinerzeit keine Strafanzeigen erstattet, um Jürgens Kritiker und Feinde nicht noch mehr zu reizen“, erklärt Krackow-Anwalt Dr. Lehmann. „Offenbar hat das die Täter allerdings ermutigt, ein drittes Mal zuzuschlagen.“ Mandant Jürgen Krackow vermutet als Plan: „Die wollten mein Pferd im Wettkampf schwächen und anschließend dafür sorgen, dass ich durch die anonyme Anzeige des angeblichen Dopings lange Zeit durch die FEI gesperrt werde.“
Das FEI-Verfahren wegen unerlaubter Medikation läuft unterdessen weiter.
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