Munich Indoors: Julia Kayser Zweite im Championat von München

Julia Kayser wurde mit Valdato grandiose Zweite im Championat von München. Foto: Julia Rau

Nach einem grandiosen Stechritt holte Julia Kayser auf dem neunjährigen KWPN-Schimmelwallach Sterrehof’s Valdato im Championat von München Platz zwei – nur Johannes Ehning mit Salvador vereitelte den Sieg. Auch die Voltigiererinnen Lisa Wild und Stefanie Kowald zeigten Top-Leistungen.

Im Championat von München der Deutschen Kreditbank hatte – nach dem fulminanten Ritt von Julia Kayser auf Sterrehof's Valdato schon alles nach einem österreichischen Sieg ausgesehen, als zwei Reiter später der letzte Starter im 16-köpfigen Stechen noch das Feld von hinten aufrollte. Johannes Ehning, der Sieger des Großen Preises von Donaueschingen und jüngere Bruder von Marcus Ehning, sicherte sich bei den Munich Indoors in der Münchner Olympiahalle am Samstagnachmittag in der Qualifikation für den Großen Preis den Sieg mit dem zwölfjährigen Dunkelfuchswallach Salvador V am Ende mit einem rasanten, fehlerfreien Ritt in 37,70 Sekunden. Vor dem letzten Starter hatten vier Damen an der Spitze rangiert. Allen voran Julia Kayser, die in der Zeit von 39,08 Sekunden in der mit 30.000,– Euro dotierten Qualifikationsprüfung für den mit 80.000,– Euro Preisgeld ausgestatteten Großen Preis von München, dem DKB-Riders Tour Finale am Sonntag, Zweite wurde.

Auf den Plätzen drei bis fünf folgten gleich drei Schweizer Paare. Alexandra Fricker belegte mit dem zehnjährigen Holsteiner Hengst Memphis Platz drei (0/39,59) vor der lange mit der bis dahin einzigen Nullrunde des Stechparcours in Führung gelegenen Simone Wettstein mit dem neunjährigen Holsteiner Wallach Clipmyhorse Cash and Go (0/39,83) und Clarissa Crotta, die mit West Side zwar schneller als die vor ihr Platzierten war, aber einen Abwurf hatte (4/36,47).

Mit ihrem zweiten Platz ließ Julia Kayser Reiter wie Ludger Beerbaum, Marcus Ehning oder John Whitaker hinter sich, die bereits im 46-köpfigen Starterfeld des Normalparcours Fehler hatten.
Am Sonntag wird im DKB-Riders Tour-Finale zum elften Mal entschieden, wer sich FEI Rider of the Year nennen darf. In Führung liegt vor dem Finale Ludger Beerbaum vor Katrin Eckermann (beide Deutschland) und dem Briten Robert Whitaker.

Top-Leistungen von Wild & Kowald

Einen großartigen Auftakt im Damenbewerb des Voltigier-Weltcups feierten zuvor auch die beiden österreichischen Voltigiererinnen Lisa Wild und Stefanie Kowald. Erstere führt nach einer hervorragenden Leistung das Feld zehn Starterinnen nach dem ersten von zwei Kür-Durchgängen an, während Stefanie Kowald mit einer souverän geturnten Vorstellung auf Platz vier rangiert. Bei den Herren rangiert Welt- und Europameister Patric Looser aus der Schweiz in Führung, der auch in München seine Rücktrittsabsichten vom aktiven Voltigiersport nach dem Weltcup-Finale 2012 bekräftigte, „Ich hoffe, dass ich dann andere Wege finden werde, mich für den Voltigiersport zu engagieren.“
Birgit Popp/Pferdplus

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