Österreichs Voltigierer weiter im Spitzenfeld
Gestern standen in Kentucky die Küren der Einzelvoltigierer auf dem Programm: Österreichs Damen bestätigten ihre Topleistungen – auch Stefan Csandl gelang eine ganz ausgezeichnete Vorstellung, er liegt auf Platz fünf. Bei den Damen führt überraschend die Deutsche Simone Wiegele, bei den Herren der Schweizer Patric Looser.
Überraschende Siegerin des gestrigen Tages bei den Damen war die Deutsche Simone Wiegele mit Arkansas, die nach Platz zwei in der Pflicht die Kür für sich entscheiden konnte und nun auch mit 8,344 Punkten auf Platz eins in der Zwischenwertung liegt. Titelfavoritin und Pflicht-Führende Joanne Eccles mit WH Bentley zeigte ebenfalls eine gelungene Darbietung, muss aber vorerst mit Platz zwei im Zwischenklassement (8,274) Vorlieb nehmen. Auch Rang drei geht an Deutschland – Antje Hill schob sich mit einer technisch anspruchsvollen Kür-Vorführung vom achten Platz der Zwischenwertung weit nach vor (Note 8,121).
Dahinter liegen die Österreicher in Lauerstellung: Christa Kristofics-Binder gelang auf ihrem bewährten Alonso eine famose, technisch hochstehende und ausdruckssstarke Kür, die auch bei den Richtern Gefallen fand. Mit Note 8,050 liegt sie derzeit auf Rang vier der Zwischenwertung.
Leicht zurückgefallen ist hingegen Stefanie Kowald, die mit Cool Waters nach der Pflicht noch auf Rang fünf gelegen war, doch nach kleinen Unsicherheiten in ihrer Kür auf Rang zehn der Zwischenwertung zurückfiel (Note 7,986). Aber auch hier ist der Abstand gering – und in den verbleibenden zwei Durchgängen noch einiges drin.
Deutlich besser lief es in der gestrigen Kür für die 15-jährige Lisa Wild, die mit jugendlicher Unbekümmertheit ein schwungvolles und zugleich technisch schwieriges Kür-Programm in die Arena zauberte und sich auf Rang sechs in der Zwischenwertung (8,043) verbesserte.
Stefan Csandl weiter sensationell
Bei den Herren wurden die Karten ebenfalls neu gemicht: Mit der deutschen Doppel-Führung nach der Pflicht ist es nun vorbei, weder für den Erstplatzierten Gero Meyer, noch für den Zweiten Kai Vorberg lief es wie geplant, Vorberg fiel auf Rang drei (8,366 Punkte) zurück, Meyer sogar auf Rang vier (8,288 Punkte). „Das fühlte sich heute nicht so an wie es sollte. Ich habe versucht, das beste aus der Situation zu machen“, meinte Titelfavorit Vorberg nach seiner Kür. „Im Moment liege ich 2:0 zur Halbzeit zurück, aber das Spiel ist noch nicht zu Ende.“
Die Führung nach der Kür übernahm der starke Schweizer Patric Looser auf Record RS (8,524), Mann des Tages war Nicolas Andreani, dem eine Traum-Kür gelang und der sich damit auf Rang zwei vorschieben konnte (8,405).
Erneut eine Top-Leistung konnte auch Österreichs einziger Herren-Voltigierer Stefan Csandl auf Power Rush abrufen – einzig in der Pferdenote gab es für ihn leichte Abzüge. Mit Gesamtnote 8,264 behauptete er aber seine exzellente Position und liegt nun vor den letzten beiden Durchgängen auf Rang fünf, nur einen Zehntelpunkt hinter Bronze – da ist noch alles möglich!
Bislang haben alle Österreicher die hohen Erwartungen vollauf erfüllt – für alle vier Einzel-Starter und auch für die Gruppe sind Medaillen immer noch in Reichweite, und dafür drücken wir weiter kräftig die Daumen!
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