PAHI Salzburg: Anky van Grunsven siegt in der Grand Prix Kür

Anky van Grunsven und Salinero/F.: Archiv

Wie erwartet gewann die dreifache Olympiasiegerin Anky van Grunsven die Grand Prix Kür-Tour  der Bartlgut’s Dressage Trophy  im Rahmen des in Salzburg ausgetragenen CDI4*. Die Favoritin aus den Niederlanden kam mit ihrem Paradepferd, dem bereits 17-jährigen Hannoveranerwallach Salinero nach Salzburg. 

Nach dem überlegenen Sieg in der Grand Prix-Prüfung am Freitag (78,149 %) war schon zu Bewerbsbeginn klar, dass es für die Konkurrenz kaum ein Vorbeikommen an Anky van Grunsven und ihrem Routinier Salinero geben würde. Trotzdem wurde dem zahlreich erschienen Publikum am Sonntagvormittag Dressursport vom Feinsten geboten.


Zum Publikumsliebling avancierte die Schweizerin Elisabeth Eversfield-Koch und ihr Rokoko N, die eine sehr harmonische und fast fehlerfreie Performance zu flotter Big Band-Musik ablieferten. Dass das Paar richtig Freude an diesem Ritt hatte, war deutlich zu erkennen und wurde mit Platz fünf (71,075 %) und begeistertem Applaus honoriert.

Gleich danach startete die Drittpatzierte aus dem Grand Prix, die Japanerin Yuko Kitai. Ihr großrahmiger Fuchs Golden Coin verlangte ihr zwar einiges an Körpereinsatz ab, machte das aber durch eine perfekte Piaffe-Passage-Tour wieder wett. Mit 73,425 % übernahm sie die Führung, die bis zum Start von Anky van Grunsven hielt.

Die hochdekorierte Niederländerin wurde vom österreichischen Publikum eher verhalten begrüßt – vielleicht wurde es durch ihre silber-glitzernden Stiefel, die sie zum grauen Frack trug, zu sehr abgelenkt. Die sehr anspruchsvolle Kür, die das Erfolgspaar zeigte, hatte ihre absoluten Höhepunkte in den Traversalen, ausgezeichneten Pirouetten und einer ausdrucksstarken Piaffe-Passage-Tour. In den Galoppwechseln gab es aber deutliche Fehler, die das Paar nicht über die 80 Prozentmarke kommen ließen. Mit 79,025 % war den beiden der Sieg dennoch nicht zu nehmen.

Als letzte Starterin ritt die Deutsche Anja Plönzke mit dem zwölfjährigen Wallach Le Mont d’Or ins Viereck. Ein mitreißendes Medley, das von „Michael Jackson“ über „Ave Maria“ und dem „Night Rider-Thema“ alles zu bieten hatte, unterstrich deren dynamische Kür - die mit einigen Neuheiten aufwartete. Bei einem perfekten Übergang von einer Galopp- in eine Piaffe-Pirouette gab es sogar spontanen Szenenapplaus. Mit 76,050 % holte sich das Paar den zweiten Platz und verwies die Japanerin damit auf Rang drei.

Einzige Österreicherin am Start war Andrea Hergeth mit ihrem 13-jährigen Royal Classic, die mit 64,125 % den neunten Platz belegte.

Petra Gmainer-Wiedemann/Pferdplus

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