Pferdefütterung: Heu allein reicht in vielen Fällen nicht
Eine britische Studie hat verschiedenste Heuqualitäten hinsichtlich ihres Proteingehalts untersucht – und fand heraus, dass in vielen Fällen Heu allein nicht den täglichen Proteinbedarf von Pferden decken kann.
Die Studie einer britischen Forschergruppe untersuchte primär die Frage, inwieweit das Einweichen von Heu eine sinnvolle Maßnahme bei der Fütterung reheerkrankter oder rehegefährdeter Pferde darstellt – auch Pferdplus hat darüber informiert.
Wie vetclick.com nun berichtet, nahmen die Wissenschaftler dabei aber auch die unterschiedlichen Heuqualitäten, die in Großbritannien zur Verfügung stehen, genauer unter die Lupe – insgesamt wurden neun Heusorten aus ganz Großbritannien hinsichtlich ihres Inhalts- und Nährstoffgehalts analysiert. Interessantes Ergebnis: Nicht jedes Heu deckt – wenn man es als überwiegendes Basisfutter für seine Pferde verwendet – den Mindest-Proteinbedarf. Der Proteingehalt der untersuchten Sorten war außergewöhnlich unterschiedlich und bewegte sich zwischen 3 und 8,6 % in den jeweiligen Tranchen. Der Durchschnittswert betrug 5,87 % – und das wäre, ohne die Zufütterung von entsprechendem Ergänzungsfutter, zu wenig, um den Erhaltungsbedarf zu decken.
Clare Barefoot – eine der Autorinnen der Studie – dazu: „Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass man sich heutzutage häufig nicht mehr auf Heu allein verlassen kann, um eine ausgewogene Ernährung seiner Pferde zu gewährleisten. Bisherige Studien haben bereits gezeigt, dass der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen im Futter stark variieren kann und häufig nicht ausreicht, um die Mindestansprüche von Pferden zu befriedigen. Unsere Studie legt nahe, dass in vielen Fällen auch der Proteinbedarf nicht abgedeckt werden kann. Natürlich kann man nicht jede Heutranche untersuchen lassen, aber generell ist es durchaus empfehlenswert, ein passendes Mischfutter anzubieten, um eine ausgewogene Ernährung seiner Pferde sicherzustellen.“
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