Pferdeverkauf online – Vorsicht, Betrüger weiter aktiv!
Die Kriminalität im Internet blüht, wie jüngste Statistiken beweisen – vor allem beim Online-Pferdeverkauf ist größte Vorsicht geboten. Pferdplus hat von einem aktuellen Fall aus Spanien erfahren.
Bereits einmal hat Pferdplus auf betrügerische Machenschaften angeblicher Kaufinteressenten aufmerksam gemacht. Die Betrüger gehen dabei nach folgendem Schema vor: Auf eine Verkaufsanzeige im Internet melden sich – meist aus England stammende – Kaufinteressenten, die angeben, das Pferd kaufen und von einer Spedition abholen lassen zu wollen. Die Bezahlung würde per Scheck erfolgen – häufig wird sogar ein höherer als der geforderte Kaufpreis in Aussicht gestellt. Weiters versuchen die Täter, von den Verkäufern detaillierte Bankdaten zu erfragen. Das Problem dabei: Auslandsschecks haben eine mehrwöchige Rückbuchungsfrist – d. h. das Geld landet zwar kurzfristig auf dem Konto des Verkäufers, wird aber nach einigen Tagen wieder vom Käufer zurückgeordert, meist, nachdem das Pferd bereits abgeholt wurde.
Aktueller Fall in Spanien
Pferdplus erfuhr von einem aktuellen Fall in Spanien: Bei einer Frau, die ihr PRE-Jungpferd angeboten hatte, meldete sich ein Hr. Melvin Scott aus England, der angab, im Auftrag eines Klienten das Fohlen kaufen zu wollen. Er wäre bereit, mehr als den geforderten Kaufpreis per Auslandsscheck zu bezahlen – und wollte das Pferd nicht einmal begutachten oder probereiten. Die Verkäuferin hat jedoch richtig reagiert: Sie bestand auf Barzahlung und wollte den Käufer persönlich kennenlernen, da sie wissen wollte, wohin ihr Pferd genau komme. Seither hat sich der Käufer nicht mehr gemeldet.
Kriminalität im Internet steigt
Dass die Straftaten im Internet drastisch steigen, wurde vor wenigen Tagen bei der Präsentation der polizeilichen Kriminalstatistik des deutschen Innenministeriums deutlich: Die Delikte im Internet seien 2010 um 8,1 % auf insgesamt 225.000 gestiegen – bei rund 80 % der Fälle handelt es sich um Betrug.
Was man als Käufer oder Verkäufer im Internet beachten muss, um nicht zum Opfer von Online-Betrügrn zu werden, beschreibt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in seinem neuen Buch „Ihr Recht im Internet“ von Thomas Höhne und Alexander Koukal.
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