Pony darf nicht im Linienbus fahren
Eine junge Schweizerin wollte mit ihrem Shetlandpony in einem Linienbus der Verkehrsbetriebe Zürich fahren – was ihr vom Chauffeur jedoch verweigert wurde. Die Besitzerin nahm's gelassen – die Schweizer Verkehrsbetriebe aber haben Erklärungsbedarf.
Eveline Hunsperger und Pony Pedro wollten am Bahnhof Dietikon in einen Linienbus der Zürcher Verkehrsbetriebe einsteigen. Die Fahrgäste waren im ersten Moment verblüfft, dann jedoch amüsiert und neugierig – der Fahrer des Buses sah die Sache jedoch weniger gelassen und ersuchte die gelernte Pferdepflegerin freundlich, mit ihrem Pony doch wieder auszusteigen. Gegenüber der Schweizer Nachrichtenagentur sda meinte eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ), dass ein Pony Busfahren nicht gewöhnt sei und daher unberechbar reagieren könne. Aus diesem Grund sei der Bus-Verweis auch rechtens, so die Sprecherin weiter.
Der Fall erregte sogleich einiges mediale Aufsehen: Der Sender TeleM1 nahm sich des Themas an – und in der Aargauer Zeitung ging man detailliert der Frage nach, ob der Rausschmiss des Ponys aus dem Bus tatsächlich rechtlich gedeckt gewesen ist. Der Zürcher Verkehrsverbund bejaht dies – musste aber zugeben, dass die diesbezüglichen Bestimmungen nicht eindeutig seien: Kleine Hunde, Katzen und „ähnliche zahme Kleintiere" dürfen in „geeigneten Behältern“ gratis mitgeführt werden, in allen anderen Fällen sei ein ermässigtes Ticket zu kaufen. Von Ponys oder Pferden sei jedoch nirgends die Rede – die Entscheidung liege demnach im Ermessen des Chauffeurs: „Im Vordergrund steht die Sicherheit der Fahrgäste und des Tieres“, so ein Sprecher des Zürcher Verkehrsverbunds.
Den TV-Beitrag von TeleM1 können Sie hier sehen!
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