Reiten in der Schwangerschaft – empfehlenswert oder nicht?
Ob man in der Schwangerschaft reiten soll – und vor allem wie lange – ist ein höchst umstrittenes Thema. In der aktuellen Pferdplus-Ausgabe greift Barbara Frisch dieses Thema auf – von dem sie vor gar nicht langer Zeit auch selbst betroffen war….
Kaum ein Thema wird so kontrovers und emotionsgeladen diskutiert wie Reiten in der Schwangerschaft. Die einen vermeiden jegliches Risiko und hören mit dem Reiten sofort auf, sobald sie schwanger sind. Viele Reiterinnen möchten jedoch ihren persönlichen Kinderwunsch und die Reiterei unter einen Hut bringen und sitzen auch in der Schwangerschaft weiterhin am Pferd. – und müssen sich dann häufig anhören, was für eine schlechte oder verantwortungslose werdende Mutter sie doch sind und dass man das doch nicht riskieren könne.
Was sagen Ärzte?
Fragt man bei Frauenärzten nach, so überwiegen erwartunsggemäß jene Stimmen, die zu Vorsicht und Zurückhaltung raten. Viele warnen eindringlich vor Sportarten mit erhöhtem Sturz- und Erschütterungsrisiko, wie es das Reiten zweifellos ist – und weisen darauf hin, dass Reiten die Beckenbodenmuskulatur so trainiert, dass sich das für eine natürliche Geburt nachteilig auswirken kann. Fakt ist, dass durch bestimmte Hormone die Muskulatur und die Bänder vor der Geburt weicher werden, damit das Baby leichter durch den Geburtskanal rutscht. Genau dem wirkt eine stark trainiere Beckenbodenmuskulatur entgegen – die Geburt ist dadurch oft anstrengender und schwieriger, und das Risiko, dass das Kind länger im Geburtskanal feststeckt, ist höher.
Auch sollte man in den ersten 12 Schwangerschaftswochen besonders vorsichtig sein, da in diesem Zeitraum die meisten Fehlgeburten passieren. Kein schweres Heben und generell etwas mehr Schonung sind in dieser Zeit angesagt. Auf der anderen Seite wird aber auch bestätigt, dass Reitbewegungen an sich keine negative Auswirkung auf den Embryo haben – dass also aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht, zumindest noch eine gewisse Zeit zu reiten – es dabei aber gemütlich und entspannt anzugehen und nichts zu übertreiben.
Seinem Instinkt folgen
Die Entscheidung, ob man in der Schwangerschaft reitet oder lieber nicht, muß also jede Frau nach besten Wissen und Gewissen für sich selber treffen. Zweifellos ist ein gewisses Risiko im Umgang mit einem so großen Tier vorhanden, das man nicht wegdiskutieren kann und dessen man sich bewusst sein sollte.
Andererseits kann man durchaus sagen, dass Schwangerschaft keine Krankheit ist und im normalen Verlauf Bewegung und Sport (natürlich kein Extremsport!) durchaus empfehlenswert sind. Eine gute körperliche Fitness schadet schwangeren Frauen keinesfalls und kommt ihnen bei der Geburt zugute. Frauen spüren meist sehr genau, was sie sich und ihrem Baby zumuten können – und sollten auch hier auf ihr Gefühl und ihren „Instinkt“ hören.
In der aktuellen Pferdplus-Ausgabe hat Barbara Frisch zu diesem kontroversen Thema mit Reiterinnen und Züchterinnen gesprochen – und sie berichtet auch von ihren eigenen Erfahrungen als werdende Mutter mit Pferde-Anhang….
Die komplette Geschichte finden Sie in der aktuellen Pferdplus-Ausgabe (Heft 12/2011), die am Kiosk oder im Abonnement erhältlich ist.
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