Schockierender Fall von Tierquälerei in Großbritannien

Auf der Farm von Valerie Pritchard wurden die Pferde sich selbst überlassen.

Auf einer abgelegenen Farm im britischen Aberdeenshire machten Mitarbeiter der Tierschutzorganisation World Horse Welfare eine grausige Entdeckung: Mehr als 20 Pferde wurden in erbarmungswürdigem Zustand aufgefunden – für andere kam die Hilfe aber bereits zu spät…

Die Arbeit von Tierschutzorganisationen ist dann befriedigend, wenn man helfen und Tierleid lindern kann. Aber sie ist in den seltensten Fällen schön – denn die Mitarbeiter bekommen Dinge zu sehen, die sich andere nicht im Traum vorstellen können oder wollen – und die man auch schwer wieder vergessen kann.

Solche Bilder bekam Doug Howie von der Tierschutzorganisation World Horse Welfare am 14. Mai des Jahres 2009 auf einer einsam gelegenen Farm in Cuminestown/Aberdeenshire zu sehen. An diesem Tag suchte er nach einem anonymen Hinweis das Anwesen von Valerie Pritchard auf – und konnte seinen Augen kaum trauen: Er fand eine völlig verwahrloste Herde von rund 20 verwilderten und halb verhungerten Pferden. Er entdeckte ein Fohlen, das am selben Morgen zur Welt gekommen war und um das sich niemand kümmerte. Eine zwei Jahre alte Stute lag schweißüberströmt und mit aufgerissenen Augen auf der sumpfigen Weide – unfähig, auf die Beine zu kommen. Das Tier – und noch ein weiteres – mußte am gleichen Tag von einem Tierarzt eingeschläfert werden.

An den folgenden Tagen besuchte Howie mit Kollegen die Farm noch mehrere Male, um das ganze Ausmaß des Grauens zu erfassen und die weitere Vorgangsweise festzulegen. Bei einem dieser Besuchte machten er und seine Mitarbeiterin Eileen Gillen eine grausige Entdeckung: Aus einer der Baracken drang der beißende Gestank vom verwesendem Fleisch – und als sie die Baracke betraten, entdeckten sie die Kadaver von 12–15 Pferden. Ein Anblick, den sie wohl niemals mehr vergessen werden...

Die noch lebenden 23 Tiere waren alle untergewichtig, völlig verwahrlost und von Läusen übersät und wurden auf einen Gnadenhof von World Horse Welfare in Belwade gebracht. Sie konnten alle gerettet werden – manche von ihnen sind bereits bei neuen Besitzern untergekommen, einige sind nach wie vor in der Betreuung der Tierschutzorganisation.

Anfang Oktober wurde die 65-jährige Valerie Pritchard in allen fünf Anklagepunkten für schuldig befunden. Doug Howie: „Wir sind natürlich über den Schuldspruch froh – denn dieser Fall ist beispiellos. Die Pferde wurden schlicht sich selbst überlassen, sie hatten nicht genug Wasser, Nahrung und keinerlei Pflege, sie waren nie entwurmt oder geimpft worden und haben jahrelang keinen Tierarzt gesehen.“

Eileen Gillen pflichtet ihm bei: „Das ist einer der schlimmsten Fällen von Tierquälerei, den wir in den vergangenen 20 Jahren in Schottland hatten.“ Der Fall von Valerie Pritchard hatte in ganz Großbritannien für Entsetzen gesorgt. Das genaue Strafmaß wird noch bekanntgegeben.

Dieses Video zeigt die Mitarbeiter von World Horse Welfare beim Betreten des Anwesens von Valerie Pritchard – und die unbeschreiblichen Bilder, die sich ihnen geboten haben. Wir möchten darauf hinweisen, dass einige der gezeigten Szenen wirklich schwer zu ertragen sind, sie gleichen einem Horrorfilm. Nur wer sie sich zumuten kann und will, sollte sie auch tatsächlich ansehen…

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