Sonne, Regenstürme und tiefer Boden – der Marathon der WM Conty 2011

Rainer Pointl verbesserte sich auf den 21. Rang. Foto:Jacqueline Zimmermann/Hippoevent




Das österreichische Team erlebte beim zweiten Teilbewerb der Zweispänner-Weltmeisterschaft ein Wechselbad der Gefühle: Während sich Rainer Pointl auf den 21. Rang verbessern konnte, vergab Georg Moser seine Medaillenhoffnungen und fiel auf Platz 31 zurück.
8 Hindernisse hat die Geländeprüfung einer Fahrweltmeisterschaft – in Conty 2011 kamen weitere dazu, die den Anspruch an die Pferde und Fahrer vervielfachten.
Starke Regenfälle der letzten Tage hatten den Boden in eine tiefe Schlammpiste verwandelt und den Marathon extrem erschwert.
 


Generationswechsel an der Gewinnerfront: 
Bereits die Dressur wurde in Conty 2011 von einem Shootingstar der internationalen Fahrsportszene beeindruckend gewonnen – die 23jährige Deutsche Carola Diener siegte. Und auch der Marathon brachte einen neuen Namen an die Spitze der Ergebnisliste – der 24jährige Niederländer Tom Engbers gewinnt die Geländeprüfung vor dem 21jährigen WM Neuling Tibor Nagy jun aus Ungarn.
 
Up and Down für Rotweissrot
: Rainer Pointl fuhr routiniert eine sehr gute Geländestrecke und reihte sich auf Rang 8 im internationalen Spitzenfeld ein und damit verbesserte er seinen Rang nach der Dressur und liegt vor der morgigen Entscheidung zwischen den Kegeln auf dem 21. Platz im Zwischenklassement des Championates.
Österreichs Medailienhoffnung, Georg Moser, verspielte im Gelände eine weitere WM Topplatzierung. Hindernis 1 bis 7 gut in Fahrt, teilte er im letzten Hindernis das Schicksal mit dem in der Dressur vor ihm zweitplatzierten Schweizer Beat Schenk. Beide „alte Hasen“ des Zweispännersports nahmen an ein und derselben Stelle einen falschen Weg ein und  kassierten 20 Fehlerpunkten wegen korrigierten Verfahrens.  Diese machten die Medailienhoffnungen in Zehntelsekunden zunichte. Ungewohnter Rang 60 für den Salzburger „Champ“ im Gelände und Rückfall von Platz 3 auf 31 in der Zwischenwertung.
Isidor Weber erreichte Rang 24 im Gelände und setzte sich auch nach Dressur und Marathon auf den 24. Zwischenrang. Die Fahrt in den Hindernissen ergab für Christian Schlögelhofer den 38. Platz und Rang 37 nach den ersten beiden Teilbewerben. 
In der Nationenwertung liegt Österreich vor der morgigen Entscheidung auf Rang 5, nur Fehler im Ausmaß von 2 Bällen hinter der nicht unmöglichen Bronzemedaille. In Führung liegen die Niederlande vor Deutschland und Frankreich.
In der Einzelwertung führt die Dressursiegerin Carola Diener, GER, vor dem Marathonsieger aus den Niederlanden, Tom Engbers.
Jaqueline Zimmermann

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