Starke Leistungen der österreichischen Voltigierer – spannendes Duell mit Deutschland

Gestern haben die Voltigierbewerbe in Kentucky mit der Pflicht begonnen (Symbolfoto – Archiv)

Zum Auftakt der Voltigierbewerbe haben Österreichs Voltigierer die erwartet starke Leistung gezeigt: Im Teambewerb liegt Österreich – nur hauchdünn hinter Deutschland – auf Rang drei. Auch in den Einzelbewerben mischt Österreich vorne mit.

Besondere Spannung und Dramatik verspricht der Gruppenbewerb – das hat sich schon im ersten Teilbewerb, der Pflicht, gezeigt: Während die USA ihren Heimvorteil voll ausnutzen und sich vor einem frenetischen Publikum mit 7,207 Punkten auf Platz eins schieben konnten, tobt auf den weiteren Plätzen ein heißer Kampf: Der VV Ingelsberg, der für Deutschland an den Start geht, zeigte eine weitgehend fehlerfreie Vorführung mit besonders gelungenen Schwungübungen – Note 6,996 war der Lohn, was nach der Pflicht Rang zwei bedeutet. Doch die Voltigiergruppe Pill unter der Leitung von Longenführer und Trainer Klaus Haidacher zeigte auf Elliot, dass sie ebenfalls ein heißer Anwärter auf eine Medaille ist: Gleich mit Nummer 1 gestartet, zeigte die ambitionierte Gruppe eine makellose, sehr lektionensichere Vorführung und blieb mit Note 6,990 nur hauchdünn hinter Deutschland – Rang drei. Wie die Gruppe im Pferdplus-Blog sogleich festhielt, war man mit der Leistung absolut zufrieden: „Unser Start war super, jeder zeigte eine gute Leistung – das Gesamtbild muss sehr gut gewesen sein, wir hatten keine Fehler!" Im Kampf um die Medaillen ist auch noch mit der Schweiz zu rechnen, die mit 6,880 auf Rang vier liegt.

Voltigier-Damen top
Im Einzelbewerb der Damen setzte sich die regierende Europameisterin, Joanne Eccles aus Großbritannien mit 8,157 an die Spitze, gefolgt von der Deutschen Simone Wiegele (8,037) sowie der US-Amerikanerin Megan Benjamin /7,856). In Tuchfühlung zu den Medaillenrängen platzierten sich die Österreicherinnen Stefanie Kowald (Rang fünf mit 7,836), Christa Kristofics-Binder (Rang sieben mit 7,804) und die erst 15-jährige Lisa Wild (Rang neun mit Note 7,720) wie erwartet in der Spitzengruppe – auch sie waren allesamt zufrieden mit ihren Vorführungen.

Starker Stefan Csandl im Herren-Einzel
Im Einzelbewerb der Herren gibt es eine Doppelführung für Deutschland – doch entgegen den Erwartungen ist es nicht Doppelweltmeister Kai Vorberg, der in Führung liegt, sondern sein Landsmann Gero Meyer – der dreimalige Vize-Weltmeister erhielt Wertnote 8,401, während Kai Vorberg auf 8,297 kam. Meyer: „Dino war sehr schwungvoll. Das war gut für die Pferdenote, ich musste aber auch deutlich mehr mit meinem Gleichgewicht kämpfen. Der Schwung kam mir bei den dynamischen Übungen im zweiten Block dann natürlich sehr entgegen.“
Der Schweizer Patric Looser kam auf 8,253 und damit auf Rang drei – und bereits auf Rang vier folgt der einzige Österreicher im Herren-Einzel, Stefan Csandl, der auf Power Rush (Longenführerin Michaela Scherzer) eine ganz ausgezeichnete Pflicht turnte und ebenfalls über die 8-Punkte-Grenze hinauskam (Note 8,077).


Ergebnisse
Einzelvoltigieren Damen - Pflicht
1. Joanne Eccles (GBR) mit WH Bentley – 8,157
2. Simone Wiegele (GER) mit Arkansas – 8,037
3. Megan Benjamin (USA) mit Urfreund Rosengaard – 7,856
4. Rikke Laumann (DEN) mit Stanford – 7,854
5. Stefanie Kowald (AUT) mit Cool Waters – 7,836
7. Christa Kristofics-Binder (AUT) mit Alonso  - 7,804
9. Lisa Wild (AUT) mit Robin 482 - 7,720

Einzelvoltigieren Herren – Pflicht
1. Gero Meyer (GER) mit Grand Gaudino – 8,401
2. Kai Vorberg (GER) mit Sir Bernhard RS von der Wintermühle (Kirsten Graf) – 8,297
3. Patric Looser (SUI) mit Record RS von der Wintermühle – 8,253
4. Stefan Csandl (AUT) mit Power Rush – 8,077
5. Petr Eim (CZE) mit Leonardo – 7,923

Voltigieren Teams – Pflicht
1. USA – 7,207
2. Deutschland – 6,996
3. Österreich – 6,990
4. Schweiz – 6,880
5. Frankreich – 6,594

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