Tiertragödie in NÖ: Shadow musste eingeschläfert werden
Die vor eineinhalb Wochen aufgefundene Stute Shadow konnte trotz intensiver Bemühungen leider nicht gerettet werden – Tierärzte mussten das schwer unterernährte und kranke Pferd nun einschläfern.
Das Drama um die erst sechsjährige Stute Shadow hat leider kein gutes Ende gefunden: Trotz intensiver Pflege und umfassender tierärztlicher Bemühungen musste die völlig verwahrloste, unterernährte und kranke Stute am Tierheim Dechanthof nun eingeschläfert werden. Dies teilte der Dechanthof auf seiner Homepage in berührenden Worten mit: „Wir hatten die Hoffnung, Shadow wieder in ein normales Pferdeleben führen zu können. Leider hat es trotz ihrer Jugend nicht sein sollen. Aber Shadow durfte bei uns, wenn auch nur für eine Woche, einen geregelten Tagesablauf, ausreichend Futter und Wasser, laufende Tierarztkontrollen, Fellpflege und vor allem wieder Pferdekontakt genießen. Was muss das wohl für ein Gefühl gewesen sein? Doch leider war ihr Körper bereits zu lange zu vielen Qualen ausgesetzt worden. Er war bereits zu schwach, die gebotene Hilfe anzunehmen. Wir danken allen Spendern zu Shadows Kosten und allen Pferdefreunden, die Shadow ein gutes Zuhause bieten wollten.“
Dramatische Rettung
Shadow war nach einer Anzeige am 16. Juli unter dramatischen Umständen aus einem Stall in Waltersdorf bei Staats (Nähe Mistelbach/NÖ) gerettet und in die Obhut des Tierheims Dechanthof gebracht worden. Die Stute war stark unterernährt (Tierärzte schätzten ihr Untergewicht auf rund 150 kg), ihre Hufe waren bereits auf eine Länge von knapp 50 cm angewachsen und begannen sich bereits einzurollen. Vom vielen Liegen hatte Shadow auch eine Vielzahl offener Wunden, die versorgt werden mussten. Trotz aller Sofortmaßnahmen blieb der Allgemeinzustand der Trakehnerstute kritisch – und besserte sich leider auch an den folgenden Tagen nicht substantiell. Am Ende konnte Shadow nicht mehr selbständig aufstehen, litt an starken Schmerzen, der Kreislauf war nur noch sehr schwach. Blutproben ergaben Myositis, also Muskelentzündung, die bei liegenden Pferden häufig vorkommt. Shadow hatte ihre letzten Lebensmonate offenbar großteils in Seitenlage verbracht.
Die unfassbare Tragödie von Shadow hat Tier- und Pferdefreunde weit über Österreichs Grenzen hinaus berührt und bewegt – und sollte für alle ein Weckruf sein, bei Tierleid nicht wegzusehen, sondern dieses anzusprechen und nötigenfalls auch anzuzeigen. Im Falle von Shadow geschah dies leider zu spät.
Wer die Arbeit des Tierheims Dechanthof unterstützen möchte, kann sich auf der Website des Vereins „Die gute Tat“ näher über die Möglichkeiten informieren: www.tierheim-dechanthof.at
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Tierquälerei
Zuerst möchte ich mal ein großes Lob dem Tierheim Dechanthof aussprechen!
Ich finde es traurig, dass es immer wieder Menschen auf dieser Welt gibt, die keine Ahnung von Tieren haben, jedoch solche bei sich zu Hause halten! Man kann nur hoffen, dass der ehemalige Halter von "Shadow" bestraft wird! Da es leider in Österreich diesbezüglich nur sehr geringe Strafen gibt, wird dieser vermutlich mit einem blauen Auge davon kommen! In diesem Fall muss ich leider sagen, dass das Gesetz "Auge um Auge; Zahn um Zahn" angemessen wäre!