Tombstone – Eine Reise in den wilden Westen
Die Apache Spirit Ranch in Arizona bietet das Flair des Wilden Westens an einem seiner legendärsten Orte – in Tombstone, wo einst die berühmte Schießerei mit den Earp-Brüdern und Doc Holliday stattfand.
Familie Pany (Vater, Mutter und die 14-jährige Tochter, allesamt
Western-Freizeitreiter und Mitglieder im Reitverein Westernreithof WRH
Big Mill in Aigen-Schlägl/OÖ) aus Niederösterreich hat für Pferdplus das kleine Eldorado für Westernfans besucht. Die ganze Familie war durchwegs begeistert, was sich ihr in den USA bot. Mit der Apache Spirit Ranch hat sich der Münchner Peter Stenger einen Traum erfüllt. Er erkannte das Potential vor Ort und erbaute die Apache Spirit Ranch – eine der originellsten Guest-Ranches in den USA unter deutscher Leitung. Die Quartiere, eine perfekt nachgebaute Westernstadt, beeindruckten schon beim Ankommen auf der Ranch. Man kann z. B. im Marshall's Office oder in Kitty's Bordello nächtigen – die Räume sind stilvoll und luxuriös eingerichtet. Die Apache Spirit Ranch ist mit insgesamt 17 Zimmern eine relativ kleine Guest-Ranch, in der etwa 34 Gäste (Kinder im Zimmer der Eltern mit eingerechnet bis zu ca. 50 Gäste) wohnen können.
Auf dem Programm standen neben den täglichen Ausritten, die vorwiegend im Schritt geritten werden, Ausflüge zu zahlreichen spannenden Orten. Man sollte als geübter Reiter Trab- und Galopp-Wünsche am besten gleich zu Beginn des Aufenthalts bekannt geben (und muss dann auch Cowboy Brad im Round-Pen überzeugen, „dass man es wirklich kann“) – dann wird nach Möglichkeit darauf Rücksicht genommen. Und dann darf es für die Geübten auch wirklich ordentlich flott werden…
Je nach Jahreszeit und Gästeanzahl finden täglich zwei bis drei Ausritte statt, die zwischen ein und drei Stunden dauern. Pro Gast ist zumindest einmal Ausreiten pro Tag im Ranch-Preis enthalten. Wenn es sich ausgeht, wird aber auch ein zweiter Ausritt ohne zusätzliche Gebühr gestattet. Reitunterricht wird jedoch nur gegen Extragebühr angeboten.
Besonders beeindruckend war die Wanderung zu einer indianischen Kultstätte inmitten wilder Felsformationen in den mystischen Dragoon-Mountains. Abends erzählt Joe Saenz, einer der Apachen, die regelmäßig zu Besuch kommen, am Lagerfeuer indianische Geschichten – und wie die Angehörigen seines Volkes heute leben. Ein absolutes Muss ist natürlich auch ein Ausflug in das historische Stadtzentrum von Tombstone mit Shoppen (Western-Bekleidung, Boots, Hüte, Souvenirs,...) – mit Besuch des täglich nachgestellten Gunfights am O.K. Corral.
Was Reiter wissen sollten...
Noch ein paar Worte über das Reiten auf der Apache Spirit Ranch: Es gibt hier 21 Pferde, die zur Ranch gehören, bei besonders vielen Ranch-Gästen kommen fünf weitere Pferde eines externen Cowboys hinzu, die dann für Sunset-Trailrides zum Einsatz kommen. Die Tiere sind alle gutmütig, bestens ausgebildet und ruhig – und auch für Anfänger geeignet. Die Ausritte sind sogenannte Trail-Rides, also primär gemütliche Prärie-Ausritte. Das Gelände ist meist unwegsam und steinig. Kinder, ggflls. auch Anfänger, werden ebenfalls mitgenommen.
Vollständige Reportage in Pferdplus 06/2011
Autor: Peter Pany
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