Totilas: Das Wunderpferd braucht Zeit – Matthias Rath im Interview.

Matthias Rath nahm im Interview auch zur Kritik mancher Medien Stellung. Foto: Hessischer Rundfunk

In einem Fernsehinterview hat die Familie Rath zur verpatzten Dressur-EM in Rotterdam Stellung genommen. Ihre wesentliche Aussage: Matthias Rath und Totilas brauchen einfach noch mehr Zeit. Großes sportliches Ziel bleiben die Olympischen Spiele in London 2012.

In der Sendung „Heimspiel“ des Hessischen Rundfunks (ausgestrahlt am 23. August) stand Fam. Rath Rede und Antwort über das letztlich enttäuschende Abschneiden von Matthias Rath und Totilas bei der Dressur-Europameisteschaft in Rotterdam – und nahm auch zu den kritischen Kommentaren aus manchen Medien Stellung.

Auf die negativen Reaktionen (BILD-Zeitung: ,Totilas-Krise‘) der Presse angesprochen, meinte Matthias Rath: „Das stört mich insofern nicht, weil ich weiß, daß wir alle Paare, die in Rotterdam waren, dieses Jahr schon geschlagen haben, und das noch vor wenigen Wochen. Aber um diese Top-Leistungen jedesmal abrufen zu können, braucht man einfach noch mehr Erfahrung, ich muss das Pferd noch besser kennenlernen, wir müssen uns gemeinsam noch besser kennenlernen – dann wird das nächstes Jahr konstant so klappen wie auf den letzten Turnieren. Ziel ist die Olympiade 2012 – und daran werden wir weiter konzentriert arbeiten.“

Rath weiter: „Im Special waren wir uns ab einer bestimmten Lektion nicht mehr so ganz einig. Das war dann in der Kür wesentlich besser, aber wir hatten noch immer die eine oder andere Unstimmigkeit. Wir haben Totilas jetzt auf fünf verschiedenen Turnieren kennengelernt, haben von jedem viele Erfahrungen mitgenommen – auch jetzt aus Rotterdam.“
Sein Vater und Trainer Klaus Martin Rath meinte zu den Abstimmungsproblemen zwischen Pferd und Reiter, die bei der EM sichtbar wurden: „Das erste in einer solchen Partnerschaft, was ein Reiter versuchen muss, ist das Pferd in seiner Sprache zu verstehen – das ist in der Hauptsache seine Gefühlswelt, seine Aufmerksamkeit, seine Reaktionen, seine Körpersignale, wie das Pferd auf Hilfen reagiert usw. Totilas zählt zu den Pferden, die hochsensibel sind – das ist eine unheimliche Stärke von ihm, und das istr sicherlich auch für Matthias die größte Umstellung gewesen, mit dieser Feinfühligkeit, Hochsensibilität und mit diesem Eifer des Pferdes umzugehen. Und diese Umstellung hat Matthias fantastisch gemeistert.“

Das vollständige Interivew  (17 Minuten – leider, aus rechtlichen Gründen, ohne Live-Bilder von der EM) können Sie hier sehen.

Pferdplus Probeheft
Ich möchte kostenlos und unverbindlich ein Pferdplus Probeheft bestellen.