Tragischer Tod von US-Eventerin Amy Tryon

Die Eventerin Amy Tryon ist unter noch nicht geklärten Umständen verstorben. Foto: Julia Rau

Die US-amerikanische Vielseitigkeitsreiterin Amy Tryon ist am Donnerstag, den 12. April, im Alter von 42 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben – sie gewann mit dem US-Team u. a. Olympia-Bronze 2004 in Athen und Gold bei den WEG in Jerez 2002.

Die Nachricht vom Ableben Amy Tryons erschüttert die internationale und besonders die US-amerikanische Pferdesport-Gemeinde. Amy Tryon war eine der erfolgreichsten und bekanntesten Vielseitigkeitsreiterinnen der USA – wozu trug nicht zuletzt ihre ungewöhnliche Biografie beitrug: Geboren am 24. Februar 1970 in Redmond, war Amy Tryon lange Jahre hauptberuflich bei der Feuerwehr tätig und betrieb den Reitsport als Hobby – doch mit ebensolchem Mut und Einsatz wie ihren Beruf. Bereits in dieser Zeit – noch als lupenreiner Amateur – wurde sie einer der erfolgreichsten Vielseitigkeitsreiterinnen der USA. Sie vertrat ihr Land bei mehreren internationalen Championaten und war Mitglied jenes US-Teams, das 2002 bei den Weltreiterspielen in Jerez de la Frontera Mannschafts-Gold gewinnen konnte. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen holte sie mit dem US-Team Mannschafts-Bronze – zwei Jahre später gelang Tryon bei den Weltreiterspielen in Aachen ihr größter Erfolg als Einzelreiterin, als sie Bronze hinter Zara Phillips und Clayton Frederick holte. Tryon war auch Mitglied des US-Teams, das bei den Spielen 2008 in Hongkong Rang sieben belegt hatte. Im Jahr 2006 beendete Tryon ihre Arbeit als Feuerwehrfrau, um sich ganz auf den Sport konzentrieren zu können.

Über die Umstände ihres Todes am Donnerstag, den 12. April, ist noch nichts Näheres bekannt. Der Journalist Chris Stafford, der mit der Familie von Amy Tryon in engem Kontakt war, schrieb auf seiner Facebook-Seite: „Mit größtem Schmerz habe ich heute vom Tod von Amy Tryon erfahren. Für alle unsere Freunde und Unterstützer ist dies ohne Zweifel die bestürzendste Nachricht, die unsere Vielseitigkeits-Community treffen konnte. Amy ist offenbar im Schlaf gestorben, als sie sich zum Ausruhen hingelegt hatte, mit ihren Hunden an ihrer Seite. Amy und ihr Ehemann Greg waren seit vielen Jahren in tiefer Freundschaft verbunden, und ich teile seine Trauer über diese entsetzliche Nachricht. Ich bin im Herzen und in meinen Gedanken bei Greg und seiner Famlie.“

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