Ungarn – ein Paradies für Reiter

Weitläufige Feld- und weiche Waldwege laden zu mehrstündigen Ausritten ein. Foto: Archiv

Im ungarischen Szár, einem kleinen Ort zwischen Györ und Budapest, nur zwei Stunden von der österreichischen Grenze entfernt, erlebte Pferdplus-Redakteurin Katharina Meissner unberührte Landschaften und herzliche Gastfreundschaft.

Der Hofbesitzer Gottfried Haas, er stammt ursprünglich aus Kärnten, hat den Hof, der mit seinem Strohdach genau in die traditionell ungarische Bauweise passt, vor 5 Jahren gebaut – ein verstecktes Juwel. Für Gäste hat Gottfried zwei Zimmer parat (max. vier Personen) bzw. hat er auch Gastboxen im Angebot. Für das leibliche Wohl seiner Gäste sorgt Gottfried selbst – er kocht vorzüglich.
Der Hof lädt mit seiner ruhigen Lage geradezu zum Relaxen ein. Im hofeigenen Schwimmbiotop lässt es sich nach einem langen Ritt wunderbar abkühlen. Wer unter dem Nussbaum im Garten sitzt, kann seinen Blick meist nicht mehr von den endlosen Weiten der Felder, Wiesen und Wälder wenden. Auch für Wanderer und Radfahrer bieten sich hier tolle Möglichkeiten und wer noch andere Aktivitäten sucht, findet diese in unmittelbarer Nähe: Polo, Golfen, Fischen oder Jagen ist möglich, aber auch ein Besuch der Stadt Budapest ist zu empfehlen.
Neben seinen eigenen fünf Pferden, die Gottfried selbst gezüchtet und ausgebildet hat, kann er auch noch drei weitere im Stall, der an das Haus gleich angebaut ist, unterbringen. Alle Vierbeiner, auch die jüngeren unter ihnen, sind im Umgang äußerst folgsam, zeigen sich im Gelände aber trotzdem sehr spritzig und trittsicher. Bevor Gottfried mit seinen Gästen ins Gelände reitet, schickt er sie erstmal eine halbe Stunde auf den großzügig angelegten Reitplatz, um sich mit den Pferden vertraut zu machen. Erst wenn er sich davon ein Bild gemacht hat, setzt sich auch er auf sein Pferd und der Ausritt kann losgehen. Riesige Sonnenblumen- und Getreidefelder, durchzogen von sandigen, weichen Feld- und Wiesenwegen laden zu flottem Tempo ein. Streckenweise bieten sich Waldstücke an, die bei Sommer und Sonnenschein angenehm kühl sind. Das wienerwaldähnliche Waldgebiet, das von Gottfrieds Hof aus gut zu sehen ist, wird Vértes genannt. Es ist 90 km lang und 20 km breit und erhebt sich in sanften Hügeln bis zu 500 m über die Felder und Wiesen der Ebene. Es gibt hier auch ein großes Vogelschutzgebiet, indem sogar noch Kaiseradler beheimatet sind, die ab und an am Himmel kreisen, wenn man genau aufpasst.

Vollständige Reportage in Pferdplus 08/2011
Autor: Katharina Meissner

Weitere Informationen:
„Kilátó-Tanya“
Gottfried Haas
H-2066 Szár
Ungarn
Tel.: 0036/30565/1101
E-Mail: g [dot] haas1 [at] gmx [dot] at

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