Unglaublicher Hugo Simon: Platz zwei im Großen Preis von Hannover

Flott im Stechen – Hugo Simon holte mit Ukinda Rang zwei im Großen Preis der German Classics Hannover (Archivfoto: Julia Rau)

Nur die Deutsche Eva Bitter verhinderte bei den German Classics in Hannover einen Sieg des 68-jährigen im Großen Preis: Als letzte Starterin der Siegerrunde fing sie den in Führung liegenden Österreicher noch um 51 Hunderstel Sekunden ab.

Er hat's noch immer drauf – und er kann's auch nicht lassen: Hugo Simon, dem das Springreiten nach eigener Aussage immer noch „enormen Spaß" macht und der sich durch Erfolge am besten motivieren kann, hat im Großen Preis von Hannover einmal mehr einen großen Coup gelandet. Nur um ein Haar - exakt um 51 Hunderstel Sekunden – schrammte er mit seiner 13-jährigen Stute Ukinda am Sieg vorbei, fehlerfreie 38,39 Sekunden reichten schlussendlich für Platz zwei. Erst die letzte Reiterin der zehnköpfigen Siegerrunde, Eva Bitte mit ihrem elfjährigen Hannoveraner Hengst Satisfaction, konnte Simons Zeit noch mit 37,88 Sekunden unterbieten und damit den größten Erfolg ihrer Karriere landen. Nach einem Abwurf im Grundparcours hatte Bitter gar nicht mehr mit ihrer Teilnahme in der Entscheidung gerechnet („Ich habe gedacht, das wird niemals was!") – doch als zehnte rutschte sie gerade noch in die Siegerrunde und spielte hier den Vorteil der letzten Starterin perfekt aus.

Rang drei ging an den Deutschen Torben Köhlbrandt, der mit Picadilly Princess zwar schneller als Hugo Simon war, jedoch einen Abwurf verzeichnete (4/38,11 Sek.). Auch die Ränge vier (Franz-Josef Dahlmann/Lifou – 4/38,93 Sek.) und fünf (Lars Nieberg/Lord Louis – 4/40,46 Sek.) gingen an deutsche Reiter. Ohne Chance auf eine Platzierung war diesmal Julia Kayser mit Pherna – nach drei Abwürfen im Grundparcours beendete sie die Prüfung auf dem 27. Rang.
Mit ihrem Sieg machte Eva Bitter auch in der Riders Tour-Gesamtwertung einen mächtigen Satz nach vorne – es führt vor dem Finale in München noch immer der Ire Denis Lynch (45 Punkte), knapp dahinter lauern jedoch Heiko Schmidt (41 Punkte,  Eva Bitter (40 Punkte) und Marcus Ehning (37 Punkte).

In dem zum Weltcup der Vierspänner zählenden Zeithindernisfahren hatte der Weltmeister aus Australien, Exell Boyd, einmal mehr die Nase vorn – er holte sich den Sieg vor Dem Ungarn Jozsef Dobrovitz und dem niederländischen Vize-Weltmeister Ysbrand Chardon.

Alle Ergebnisse unter www.german-classics.com

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