Veranstaltungs-Tipp: EM Orientierungsreiten in St. Stefan ob Leoben
Von 3.–5. September findet im steirischen St. Stefan die Europameisterschaft im Orientierungsreiten 2010 statt – ein sportliches Großereignis mit 160 Teilnehmern aus 17 Nationen.
Die Freunde des Orientierungsreitens – doch nicht nur diese – kommen von 3.–5. September in St. Stefan ob Leoben voll auf ihre Rechnung: Bei der im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfinden Europameisterschaft wird die gesamte europäische Elite am Start sein – und natürlich auch ein starkes Aufgebot aus Österreich, das bei internationalen Championat schon beachtliche Erfolge erzielen konnte. Orientierungsreiten ist eine spannende, abwechslungsreiche und herausfordernde Disziplin, die man am ehesten als sportlich ambitioniertes Wanderreiten beschreiben kann. Ein Orientierungsritt besteht aus drei Teilprüfungen, die nach dem Reglement der Internationalen Föderation für PferdesportTourismus (FITE) durchgeführt werden.
Die drei Teile eines Orientierungsritts
Erster Teil ist der eigentliche Orientierungsritt im Gelände: Die Prüfung beginnt damit, dass der Reiter eine vorgegebene Wegestrecke präzise von der offiziellen Karte auf die eigene Karte übertragen muss. Dann geht es auf die ca. 45 km lange Strecke, die in verschiedene Abschnitte eingeteilt ist. Neben der Orientierung nach der Karte im fremden Gelände ist es die besondere Schwierigkeit, zu jedem Zeitpunkt möglichst genau die Durchschnittsgeschwindigkeit einzuhalten. Dazu gehört viel Tempogefühl, ständige Konzentration, Erfahrung und enorme Kondition für Reiter und Pferd.
Nach einer Verfassungsprüfung durch den Tierarzt steht am nächsten Tag eine Rittigkeitsprüfung auf dem Programm. Hier müssen die Pferde in einer zwei Meter breiten Bahn 150 Meter geradeaus im Galopp so langsam wie möglich und im Schritt so schnell wie möglich vorgestellt werden.
Die letzte Teilprüfung ist ein Geländeritt, in dem Hindernisse oder natürliche Gegebenheiten nachgestellt werden, die dem Reiter auf jedem Ausritt begegnen können. Beispielsweise:
• Springen eines Baumstammes und einer Hecke
• Durchqueren einer Furt (Wassergraben)
• steile Auf - und Abstiege im Sattel und an der Hand
• Überwindung eines Grabens
• Überqueren einer schmalen Brücke
Bei allen Prüfungen, die von internationalen Richtern abgenommen und bewertet werden, geht es um die harmonische und flüssige Bewältigung der gestellten Aufgabe.
Buntes Rahmenprogramm
Während Reiter aus 15 Nationen sich auf der mehr als 40 km langen Route zurechtfinden müssen, dreht sich auf dem EM Festplatz alles um das Pferd: Das spektakuläre Showprogramm bietet zahlreiche Attraktionen. Die Karl-May Reiter werden atemberaubende Pferdestunts zeigen, eine Huzulen Springquadrille mit Hunden bei Fuß und die entzückenden Minishettys von Franz Waldauer vor die Kutsche gespannt, auch Reiterspiele und Kutschenbewerbe werden geboten. Um 18.00 startet die Versteigerung des berühmten Glückspferdes, kreiert in Lebensgröße aus 1500 Hufeisen, das in den letzten Monaten durch Österreich getourt ist, um für die EM zu werben.
Viele gute Gründe also, bei dieser EM vorbeizuschauen – und den österreichischen Teilnehmern die Daumen zu drücken!
Weitere Infos: www.trec.at
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben


News