Vergiftungsgefahr: Eichen sollen Pferde ausweichen….
Pferdebesitzer sollten achtgeben, dass ihre Pferde auf Koppeln oder Weiden nicht zuviele Eicheln fressen können – das berichtet das Magazin Horse&Hound. In Großbritannien erlitt ein Hengst nach übermäßigem Eichel-Verzehr einen Leberschaden und mußte eingeschläfert werden.
Wie Horse&Hound berichtete, mußte im August ein 20-jähriger Hengst in St. Albans (Herts) eingeschläfert werden: Das Pferd war an einer Eiche angebunden und erlitt einen schweren Leberschaden, nachdem er eine größere Menge Eicheln gefressen hatte. „Eicheln sind zwar schmackhaft – aber können für Pferde giftig sein. Man sollte sie – so gut es geht – von Pferdekoppeln entfernen bzw. die Pferde nicht dort weiden lassen, wo viele Eichen stehen“, meinte ein Sprecher der Tierschutzorganisation RSPCA.
Die günstigen Wetterbedingungen in diesem und im letzten Jahr haben dazu beigetragen, dass viele Bäume – so auch Eichen – heuer besonders viele Früchte tragen. Und das kann für Pferde eine ernste Gefahr darstellen – insbesondere dann, wenn sie zuviele Eicheln in kurzer Zeit fressen.
Karen Coumbe, tierärztliche Beraterin von Horse&Hound meinte: Pferdebesitzer sollen sich nicht übermäßige Sorgen machen – aber sie sollten sich des Risikos bewußt sein: „Eichen können Vergiftungen verursachen, aber nur in sehr seltenen Fällen. Die meisten Pferde werden keine Eicheln fressen, aber wenn die Weideplätze klein sind und sie auf den Geschmack kommen, kann das zu Problemen führen – insbesondere bei grünen Eicheln. Typische Anzeichen für eine Vergiftung sind Schmerzen im Bauchraum, Durchfall, Verstopfung, aber auch Abgeschlagenheit und Apathie. Wenn das Pferd sichtlich krank wirkt, sollte man es von einem Tierarzt ansehen lassen“, so die Expertin.
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