Voltigierpferd eingeschläfert: Power Rush „Pacino“ von Stefan Csandl lebt nicht mehr

Stefan Csandl und Power Rush holten bei den Weltreiterspielen in Kentucky den tollen siebten Rang im Herren-Einzel. Foto: Julia Rau

Seit 2009 lief Power Rush, von seinen Liebsten stets nur „Pacino“ genannt, im Voltigiersport. Anfang der Woche musste das Pferd von Österreichs Aushängeschild im Voltigieren – Stefan Csandl – eingeschläfert werden.

Gemeinsam mit Pacino und seiner Longenführerin Michaela Scherzer konnte Stefan Csandl einige großartige Erfolge erzielen. In seiner ersten Saison (2009) als Voltigierpferd durfte der Wallach gleich an den Europameisterschaften teilnehmen (Rang 8), wurde NÖ-Landesmeister und sogar Staatsmeister. 2010 ging die Erfolgsserie weiter: In der Frühsaison gewann das Team das CVI** in Jesolo (ITA) und in Stadl-Paura und qualifizierte sich damit für die Weltreiterspiele in Kentucky. Vor der WM siegten sie abermals bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften und kamen mit einem tollen siebten Rang von den Weltreiterspielen zurück. Auch heuer konnten Pacino, Stefan und Michaela das CVI** in Stadl Paura gewinnen und sich für die heurige EM in Frankreich qualifizieren. Doch dann folgte der Schock – Pacino ging kurz vor der EM lahm, konnte nicht am Championat teilnehmen und mußte operiert werden.

Wenige Tage nach dem an sich erfolgreich verlaufenen Eingriff folgte ein weiterer, folgenschwerer Schicksalsschlag: Power Rush stürzte auf der Koppel so schwer, dass er sich dabei einen Halswirbel brach und es nicht mehr schaffte, aus eigener Kraft aufzustehen. Nach großen Strapazen mußte der treue Partner von Michaela und Stefan, die mit ihm so Großes erreicht hatten, am Montag, dem 5. September, eingeschläfert werden. Die vielen schönen Momente mit „Zwerg“, wie ihn Michi liebevoll nannte, werden trotz großer Trauer allen österreichischen Voltigerfans immer in Erinnerung bleiben.
Daniela Penz/Pferdplus

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