Vorschau Fahrsport-Saison 2012: So geht’s zur WM

Franz Feichtinger und Alfred Steinacher haben die Weichen für die Fahrsport-Saison 2012 gestellt. Foto: Sonja Bauer

Die Weltmeisterschaften der Ein- und Vierspänner und die Europameisterschaft für junge Fahrer in Wr. Neustadt sind die Saison-Highlights für Österreichs Fahrsportler. Einige Neuerungen gibt es beim Qualifikationsmodus für die Weltmeisterschaften – hier ist deutlich mehr Eigenverantwortung der FahrerInnen gefragt.

Vorausschauend auf die kommende Saison betont Bundesfahrreferent Alfred Steinacher, dass man sich zum Ziel gesetzt hat, 2012 auf allen Championaten vertreten zu sein. Ob dies auch umsetzbar ist, werden die Leistungen der FahrerInnen in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

Der erste große Fahrsportevent findet vom 26.–29. April 2012 auf der Pferdesportanlage Viechtwang in Oberösterreich statt. Top-Fahrer aus dem In-und Ausland haben ihr Kommen schon zugesagt. Einer der Höhepunkte in der kommenden Turniersaison ist zweifellos die FEI Europameisterschaft (11. bis 15. Juli 2012) für Junge Fahrer, Junioren und Kinder in Wiener Neustadt. Als Veranstalterland ist man bemüht, bestens vorbereitete Teilnehmer zu dieser FEI Europameisterschaft, die ja eine Premiere ist, zu entsenden. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren.

Weitere Highlights sind natürlich die FEI-Weltmeisterschaften der Vierspänner in Riesenbeck (16.–19. August) sowie jene der Einspänner in Lezirias in Portugal (12.–16. September). Im August 2012 wird auch wieder ein Donau Alpen Pokal in Fábiánsebestyén (HUN) ausgetragen, zu dem einige Zweispänner entsendet werden.

Bezüglich des Qualifikationsmodus für die Weltmeisterschaften gibt es einige Veränderungen für Österreichs FahrerInnen. Nach Rücksprache mit den Ein – und Vierspännerfahrern sind keine Pflichtturniere mehr vorgeschrieben, ausgenommen die jeweiligen Staatsmeisterschaften. Somit ist die Teilnahme an der österreichschen Staatsmeisterschaft der Einspänner in Zisterdorf (17. bis 20. Mai 2012) und der Staatsmeisterschaft der Vierspänner im Rahmen des CAI Altenfelden (21. bis 24. Juni 2012) für die WM-Kandidaten verpflichtend. Es liegt in der Eigenverantwortung der Fahrer, wie sie sich auf die Weltmeisterschaften vorbereiten, so Alfred Steinacher, die Teilnahme an Turnieren sowohl im In- als auch im Ausland wird angeraten. Als bewährte Trainer stehen bei Bedarf Hans-Jürg Senn und Albert Pointl zur Verfügung.

Die Entscheidung, wer letztendlich bei den Weltmeisterschaften teilnehmen wird, obliegt dem Fahrreferat des OEPS. Dies besteht aus Franz Feichtinger, Frank Spadinger und Alfred Steinacher. Dazu werden die vorliegenden Resultate unter Berücksichtigung der sportlichen Wertigkeit der einzelnen Turniere herangezogen. Nicht unwesentlich bei dieser Entscheidung sind auch die Formkurven, das heißt, dass ein Gespann, das im Lauf der Saison an Leistungsfähigkeit verliert, gegenüber einem Gespann mit eindeutiger Leistungssteigerung herabgestuft wird. Eine Beschickung zu den Weltmeisterschaften erfolgt nur dann, wenn die Leistungen wirklich entsprechen.

Das Fahrreferat beschreitet mit dieser Art der Championatsselektion einen neuen Weg und geht davon aus, dass die betroffenen Fahrsportler über genügend Erfahrung verfügen, um dieses hohe Maß an Eigenverantwortung tragen zu können. Ihnen wird von Alfred Steinacher im Rahmen der Möglichkeiten die Unterstützung und Hilfe des österreichischen Fahrreferates zugesagt.
Sonja Bauer/Pferdplus

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