Vorsicht beim Pferdeverkauf im Web – Betrüger unterwegs
Wie die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der Pferdezüchter informiert, wurden in den letzten Wochen wieder vermehrt unseriöse Kaufanfragen im Internet gemeldet.
Wie die ZAP meldete, gab es ähnliche Betrugsfälle in Österreich bereits im Februar des Vorjahres. Die Methode der dubiosen Kaufinteressenten folgt einem bekannten Schema: Auf Anzeigen von Verkaufspferden im Internet melden sich – vor allem aus England stammende – Kaufinteressenten, die angeben, das Pferd kaufen und von einer Spedition abholen lassen zu wollen. Die Bezahlung soll dann per Scheck erfolgen. In den aktuellen Fällen werden auch detaillierte Informationen zu den Bankdaten erfragt.
Das Problem bei Auslandsschecks ist, dass sie über eine mehrwöchige Rückbuchungsfrist verfügen. Das heißt, sie können einige Wochen lang vom Empfängerkonto wieder abgebucht werden. Man hörte daher von Fällen, bei denen die Pferde wirklich abgeholt wurden und mehr Geld als der Kaufpreis überwiesen wurde, womit der Verkäufer auch gleich die Transportfirma bezahlen sollte. Bis schließlich nach einer Woche der gesamte Betrag wieder von seinem Konto verschwand. Was mit den Pferden geschah, ist ungewiss.
Derartige Anfragen sind in den vergangenen zwei Wochen auch an heimische Züchter, die Pferde online inseriert hatten, eingegangen. Sie betrafen Isländer, Haflinger und Warmblutpferde.
Bitte folgenden Regeln beachten, um sich vor einem derartigen Betrug zu schützen:
– keinerlei Information über Ihre Bankdaten per E-Mail oder Telefon herausgeben
– auf ein persönliches Kennenlernen des Käufers bestehen und
– nur Barzahlung bzw. Überweisungen auf Ihr Konto akzeptieren.
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